Abschlussfeier in der St.-Elisabeth-Schule
Zeugnisse als Türöffner

BurgsteinfurT -

Die St.-Elisabeth-Schule hat gestern elf Schülerinnen und Schüler verabschiedet. Schlüssel und Türen bestimmten die Abschlussfeier.

Freitag, 22.06.2012, 15:06 Uhr

Abschlussfeier in der St.-Elisabeth-Schule : Zeugnisse als Türöffner
St.-Elisabeth-Schulleiter Alfred Strock (r.) und das Lehrerkollegium haben gestern Max Baving, Jana Boensch, Marie Renkhoff (alle aus Steinfurt), Christoffer Gramann (Altenberge), Tobias Grünenwald (Metelen), Julian Kroh (Emsdetten), Karina Kronfeld (Wettringen), Darko Novak (Laer), Halima Omeirat (Ochtrup), Nergin Saciri (Emsdetten) und Samuel Smith (Horstmar) aus der Förderschule verabschiedet. Foto: Theresa Gerks

Um Toren und Türen zu öffnen, braucht man Schlüssel. Und diese Schlüssel hat Schulleiter Alfred Storck elf Schülern mit ihrem Abschlusszeugnis von der St.-Elisabeth-Schule gestern Mittag überreicht. „Die Schule wird abgeschlossen. Aber das Zeugnis ist ein neuer Schlüssel, der Schlüssel für die Arbeitsstelle“, sagte Storck vor der Übergabe.

Zuvor hatte sich der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Carl-Christian Kamp , intensiv mit – passend zum Motto – Toren und Türen beschäftigt. So erklärte er, dass eine normale Tür für die Einschulung, eine Glastür für einen klaren und freiliegenden Weg, eine Flügeltür für Feste und Feiern und eine Drehtür für Regeln und elterliche Unterstützung stehen könne. Von den Türen kam er zu den (Fußball-)Toren: „Ich wünsche Euch, dass Ihr in Eurem weiteren Leben noch viele Tore schießt. Und Ihr könnt Euch sicher sein: Wir sind Eure größten Fans“.

Auch Andreas Hoge assoziierte das Tor mit Fußball: „Die Vorrunde ist geschafft, nun seid ihr im Viertel- oder vielleicht sogar schon im Halbfinale.“ Der Steinfurter Bürgermeister dankte Eltern, Lehrern und allen Förderern für die Unterstützung und Betreuung Schließlich wünschte er den Entlassschülern auch im Namen seiner Amtskollegen aus dem Einzugsgebiet der Förderschule viel Mut für die Zukunft, denn der neue Lebensabschnitt werde spannend sein.

Gregor Wortmann , Geschäftsführer der Tectum Caritas , die Träger der Schule ist, gratulierte den Entlassschülern zu ihren Leistungen. Sie hätten Lernwillen bewiesen und ihre Begabungen genutzt. „Erwartungen und Hoffnungen verknüpfen sich mit dem heutigen Tag“, sagte Wortmann und verwies auf die viele und unterschiedliche Angebote, die den behinderten jungen Menschen für die Zeit nach der Schule offen stehen: „Wir wollen für Sie da sein.“

Auch der Schülerrat dankte den Schulabgängern (mit Glückkeksen) für ihre Bereitschaft, das Schulleben zu gestalten: „Ihr habt für Höhepunkte beim Fußball gesorgt. Ihr habt mit uns gelacht und gespielt, die Türen der St.-Elisabeth-Schule sind euch immer offen“, so Benjamin Krutz.

Musikalisch gestaltet wurde die Feier von den Vorstufen 2 und 3, die „Das Lied über mich“ vorführten, von der Mittelstufe 3, die den bekannten Tanz zu „Ai Se Eu Te Pego (Nossa Nossa)“ aufführten und vom Lehrerchor, der den Song „Wiedersehen“ vortrug.

Eine kleine Überraschung für alle gab’s noch am Ende des Vormittages: Die Entlassschüler Max Baving, Christoffer Gramann, Tobias Grünenwald und Nergin Saciri legten einen Spontanauftritt mit „Heck Meck“ hin. Die 300 Zuschauer waren aus dem Häuschen, sie jubelten und klatschten. Ein Abschied, der Mut machte.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/944504?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F701918%2F1044122%2F
Nachrichten-Ticker