Wie steht es um die Integration in Steinfurt?
Gesprächsabend in der Kunsthalle sucht nach Antworten

Steinfurt -

Sonntagsreden hat man schon genug gehört. Aber wie steht es wirklich um die Integration in Steinfurt? antworten auf diese Frage suchten Barbara Schonschor vom Jugendmigrationsdienst und Ursula Kunze von der ökumenischen Eine-Weltgruppe in der Kunsthalle. Dorthin hatten sie Regina Hemker-Möllering und Anni Lütke-Brinkhaus, die Schulleiterinnen Christa Hinkelammert und Claudia Bock – und vor allem Migranten aus Steinfurt eingeladen.

Freitag, 21.09.2012, 20:09 Uhr

Wie steht es um die Integration in Steinfurt? : Gesprächsabend in der Kunsthalle sucht nach Antworten
Anni Lütke-Brinkhaus berichtet von ihren Erfahrungen als Gleichstellungsbeauftragte des Kreises.  Foto: Hans Lüttmann

Und sie malten kein rosafarbenes Bild. Das hatte Bürgermeister Andreas Hoge bei der Eröffnung der Integrativen Woche auch schon vermieden und beklagt, „dass sich in den vergangenen 40 Jahren noch immer nicht viel bewegt hat“. Mutmachendes konnte jedoch Regina Hemker-Möllering berichten, die in ihrem Betrieb schon 1986 damit begonnen haben, nicht-deutsche Lehrlinge auszubilden: „Und fast alle haben die Ausbildung auch beendet.“ Andere Töne schlugen die Schulleiterinnen an. Sie bemängelten, dass so wenige Migranteneltern den Weg in die Schule finden, um mitzuentscheiden und mitzugestalten. Und Christa Hinkelammert fand einen wesentlichen Grand dafür in der mangelnden Bereitschaft, die deutsche Sprache zu lernen. „Sprache“, sagte sie, „ist der schlüssel für die Zukunft.“ Wie die aussehen kann, davon erzählte Zuhal Koc, eine junge, selbstbewusste Frau, die eine Ausbildung gemacht hat, mit beiden beinen fest im Leben steht und nun mithilft, die Integration in Steinfurt voranzubringen. Einen bemerkenswerten Appell aus dem Publikum ließ Hennes Elling von der Evangelischen Jugendhilfe noch los: Nicht als Manko, sondern ganz im Gegenteil als Qualitätsmerkmal sollten wir die Zweisprachigkeit und die Fähigkeit der Migranten verstehen, sich in einem System zurechtzufinden, das sich von ihrem eigenen oft sehr unterscheide. Zum Schluss dann doch noch Friede, Freude, türkische Leckereien und unüberhörbare Klänge der sehr taktsicheren Percussion­gruppe der Musikschule.

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