Bunter Abend im Gymnasium
Lehrer mit Comedy-Talent

Borghorst -

Die Lehrer des Borghorster Gymnasiums haben Humor. Ne Menge sogar. Das haben sie am Donnerstag- und gestern Abend bewiesen. Nicht im Klassenzimmer, sondern auf der Bühne im Foyer. Rund die Hälfte des 70-köpfigen Kollegiums tanzte, sang und musizierte dort vor den Augen eines äußerst kritischen Publikums – Schüler und Eltern. Einige Pädagogen zeigten dabei erstaunliches Talent und deshalb gab es am Ende des „Bunten Abends“ auch lautstarke Zugabe-Rufe.

Freitag, 22.02.2013, 16:02 Uhr

„An Tagen wie diesen“ wünschten sich die Lehrer des Borghorster Gymnasiums zusammen mit ihrem singenden Publikum „Unendlichkeit“.
„An Tagen wie diesen“ wünschten sich die Lehrer des Borghorster Gymnasiums zusammen mit ihrem singenden Publikum „Unendlichkeit“. Foto: Gudrun Niewöhner

Bereits zum fünften Mal hatten die Lehrer des Gymnasiums ein knapp zweistündiges Programm zusammengestellt. Was vor zehn Jahren eine Schnapsidee war, ist heute ein fester Termin im Schulkalender.

Wie Waldorf und Statler, die beiden sarkastischen alten Herren aus der Muppetshow-Loge, hatten Klaus-Dieter Franke und Harald Engel den Abend über ständig etwas aneinander her­umzunörgeln. Die Aussicht auf ihre baldige Pensionierung und der damit verbundenen Tatsache, sich nicht mehr zu sehen, ließ die beiden Streithähne dann aber doch ein bisschen wehmütig stimmen.

Das Alter machte auch den jüngeren Lehrerkollegen zu schaffen. Mit Handstock und am Rollator schleppten sie sich durch die Eingangshalle – um dann bei schmissiger Musik so richtig abzuzappeln.

Eine ganz besonders niedlich anmutende Version des „Aschenputtel“-Märchens hatten Kathrin Rogalla, Jörg Vollmer, Florian Warning, Anja Vogt, Marc Temming und Kathrin Joostink einstudiert. Die Zuschauer in der zweimal ausverkauften Eingangshalle waren begeistert ob der (auch stimmlichen) Verwandlungskünste des Lehrkörpers.

Teilzeit-Hausmeister Heinz Stirnberg nutzte die Gelegenheit und plauderte in seiner Nachtschicht aus dem Nähkästchen. Die stellvertretende Schulleiterin Annegret Adämmer, so fand er, könne keinen passenderen Namen haben: „Sie kommt bei der Morgendämmerung, geht bei der Abenddämmerung – und egal, wo sie tagsüber auftaucht, rufen alle freudig: Ahhh!“

Reichlich Unterhaltungswert hatten auch diverse Sketche, bei denen die Lehrer gerne in die Schülerrolle schlüpften . . . Die locker-leichte Salonmusik mit Rudi Mennecke, Dr. Carsten Klockgeter und Doris Schilling leitete zwischendurch zum nächsten Programmpunkt über.

Zum Abschluss waren sich Lehrer, Schüler und Eltern mit den „Toten Hosen“ einig: „An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit!“

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