3500 Euro unterschlagen: Junger Burgsteinfurter muss für ein Jahr ins Gefängnis
Keine Gnade für Hartz-IV-Betrüger

Burgsteinfurt -

So ist das nun mal: Wer Arbeitslosengeld bekommt und heimlich nebenher arbeitet, der wird bestraft, wenn das rauskommt. Ziemlich dicke sogar, wie ein 29-jähriger Steinfurter jetzt erleben muss, denn der Richter schickt für ein Jahr ins Gefängnis.

Dienstag, 16.04.2013, 14:04 Uhr

Damit hat er sicher nicht gerechnet, dass er keine Bewährungsstrafe mehr kriegt, sondern wirklich und wahrhaftig ins Gefängnis muss.

Wie lang mag da ein Jahr wohl sein? Ohne seine Freundin, die er dem Jobcenter verschwieg. Als sie bei ihm einzog, hätte er das mitteilen müssen, denn dann wäre sein Arbeitslosengeld , so sind die Regeln, neu berechnet und wohl gekürzt worden.

Schlimm machte es der 29-jährige Burgsteinfurter , als er 400-Euro-Jobs annahm und wieder nichts meldete, obwohl das Jobcenter ihn ausdrücklich dazu aufforderte. Zwischen Mai 2010 und Februar 2011 landeten so 3517 Euro zu viel gezahlter Unterstützung auf seinem Konto.

Schlimmer machte es der junge Mann, weil er es besser hätte wissen müssen: Während das unrechtmäßige Geld auf sein Konto floss, stand er unter doppelter Bewährung – ebenfalls wegen Betrugs. (Eine 1000-Euro-Strafe daraus muss er immer noch abstottern.)

Noch schlimmer machte er seine Betrügerei mit einer Urkundenfälschung: Als das Jobcenter ihn bat, seine Kontoauszüge vorzulegen, manipulierte er die so geschickt, dass die erschwindelten Überweisungen nicht auffielen.

Am allerschlimmsten: Der junge Mann ist viermal vorbestraft – immer wegen Betrugs und Urkundenfälschung.

Da konnte der Staatsanwalt, der dem geständigen Angeklagten auch noch seine hohe Rückfallgeschwindigkeit, versäumte Sozialstunden und mangelnde Zusammenarbeit mit dem Bewährungshelfer vorhielt, nicht anders, er plädierte auf einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung. Dem schloss sich der Richter ohne Wenn und Aber an.

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