Gelände der ehemaligen Schrebergartenanlage
Hallen unter Solaranlage

Borghorst -

Nach der ersten Skepsis der Kommunalpolitik hat Dr. Ulrich Schulze Raestrup seine Pläne für die Nutzung der ehemaligen Mülldeponie der Stadt an der Ecke Grottenkamp/Westfalenring (die WN berichteten ausführlich) konkretisiert. So soll die Photovoltaikanlage zu einem Teil freistehend auf sogenannten Tischen entstehen. Weitere Module sollen auf den Dächern von insgesamt fünf Hallen montiert werden, die Schulze Raestrup auf dem Gelände bauen möchte.

Dienstag, 14.05.2013, 08:05 Uhr

So eine Solaranlage soll auf der ehemaligen Schrebergartenfläche entstehen.
So eine Solaranlage soll auf der ehemaligen Schrebergartenfläche entstehen. Foto: Wilfried Gerharz

Die Hallen sollen eine Größe von jeweils 19 mal neun Meter haben und für verschiedene Zwecke genutzt werden können, unter anderem als Abstellplatz für Campingwagen, aber auch als Lager oder Maschinenhalle.

Der Eigentümer möchte mit der Solaranlage und dem geplanten Blockheizkraftwerk seine Mehrfamilienhäuser an der Straße „Up de Woort“ mit Fernwärme und Strom versorgen. Die Solaranlage soll eine jährliche Gesamtleistung von 425 00O Kilowattstunden erbringen, damit wäre der Strombedarf in den wärmeren Jahreszeiten für die zehn Mehrfamilienhäuser mit 60 Wohnungen gesichert.

Das Blockheizkraftwerk soll mit Erdgas befeuert werden. Eventuell, so geht aus der Verwaltungsvorlage hervor, plant der Eigentümer auch seinen Hof an der Burgsteinfurter Straße mit der BHKW-Energie zu versorgen.

Schulze Raestrup überlegt laut Verwaltung, auf dem Gelände zur Lindenstraße hin zwei weitere Wohngebäude zu errichten, die dann ebenfalls über die Anlage mit Strom und Fernwärme versorgt werden können. Nach Darstellung des Eigentümers kann der Einsatz von Primärenergie um rund 40 Prozent gesenkt werden, obwohl fossile Energie genutzt wird. Die Wohnhäuser werden bilanziert zu 58 Prozent über erneuerbare Energien versorgt, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Das gesamte Gelände, auf dem bis zum vergangenen Sommer noch Schrebergärten standen, soll eingefriedet werden, eine Begrünung soll für die angrenzende Wohnbebauung als Sichtschutz dienen. Die Verwaltung empfiehlt den Politikern, den für die Umnutzung notwendigen Änderungen von Flächennutzungs- und Bebauungsplan zuzustimmen. Heute entscheidet der Planungsausschuss.

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