Tag des Humors im Evangelischen Gemeindezentrum
Lachen mit Leib und Seele

Burgsteinfurt -

Über 60 Frauen und Männer haben sich am Sonntag anstecken lassen vom „Tag des Humors“. Im Evangelischen Gemeindezentrum wurde zum Schmunzeln und Lachen eingeladen – auch über sonst so ernste Themen wie Humor in der Sterbebegleitung und Humor im christlichen Glauben.

Montag, 10.06.2013, 19:06 Uhr

Humor am Totenbett – geht das? Und überhaupt: Wie lustig geht’s im christlichen Glauben zu? Antworten auf diese und weitere Fragen hat der „Tag des Humors“ in der Veranstaltungsreihe „Ganzsein mit Leib und Seele“ geliefert, zu dem Pfarrerin Dagmar Spelsberg als Beauftragte für Spiritualität und geistliches Leben im Evangelischen Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken am Sonntag im Anschluss an einen Gottesdienst in das Evangelische Gemeindezentrum zusammen mit der AOK Nordwest eingeladen hatte. Spelsberg: „Niemand in der Kirche muss zum Lachen in den Keller gehen.“

Ein gemischtes Publikum mit mehr als 60 Frauen und Männern war gekommen, um sich mit den Themen zu beschäftigen. Auf besonderes Interesse war die Veranstaltung bei Mitgliedern der ehrenamtlichen Hospiz-Bewegung gestoßen.

Christoph Gilsbach , ausgebildeter Pantomime an der Folkwang Hochschule in Essen und seit 14 Jahren Klinik-Clown, berichtete aus seinen Erfahrungen und seinem Arbeitsalltag als Humorschaffender und Spaßmacher im Krankenhaus. „Das Lächeln eines Kindes oder das Aufblitzen in den Augen eines alten Menschen zeigen mir, ich habe ihn erreicht“, berichtete Gilsbach, dem nicht nur die rote Clowns-Nase und sein Auftritt als Dr. Spaghetti bei seiner schweren Aufgabe hilfreich sind. „Das Herz muss sprechen“ so der Pantomime, der die Zuhörerschaft mit auf die Reise in seine Gedankenwelt nahm. Gedichte, kleine Zauberkunststücke und natürlich langjährige Auseinandersetzung mit dem Thema seien Hilfestellungen, dem nahenden Tod eines Menschen in Würde und mit einem Lächeln zu begegnen.

Das Publikum bezog der Referent voll mit ein. Plötzlich trugen einige rote Nasen und berichteten aus eigenen Erfahrungen.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter. Thomas Holtbernd , Humorexperte, Dipl.-Psychologe und Theologe (er hat diverse Bücher zum Thema veröffentlicht), erläuterte unterhaltsam und fundiert, wo Gemeinsamkeiten von Glauben und Humor liegen. Durch einen geschickten Perspektivwechsel, mit einem Blick in das Buch der Bücher, Erfahrung gepaart mit den Kenntnissen eines Psychologen zog er lachend seine Zuhörer in den Bann. Und die Begeisterung des Referenten übertrug sich auf das Publikum. Lachende und fröhliche Gesichter zeigten Holtbernd: „Ja! Humor und christlicher Glaube das geht.“ Der Tag des Humors hatte seinen Namen verdient, so die Zuhörerschaft.

»Das Herz muss sprechen.«

Christoph Gilsbach

»Niemand muss in den Keller gehen.«

Dagmar Spelsberg
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