Bauarbeiten an der verlängerten Bahnhofstraße
Stützwand für die Radbahn

Burgsteinfurt -

An der verlängerten Bahnhofstraße sind 130 Meter der neuen Radbahn komplett abgetragen worden. Sie muss durch eine Betonwand gestützt werden, damit sie nicht absackt.

Dienstag, 30.07.2013, 22:07 Uhr

Da haben sich doch in der vergangenen Woche einige Radler und Anwohner verwundert die Augen gerieben. Werden oder wurden am Bahnhof etwa Steuergelder in den Sand gesetzt?

Knapp zwei Jahre nach der Fertigstellung von rund zehn Kilometern Münsterland Radbahn auf Steinfurter Stadtgebiet ist für den Bau der verlängerten Bahnhofstraße in Burgsteinfurt auf einem Teilstück von rund 130 Metern zwischen den Pendler-Parkplätzen und dem abgängigen Brückenbauwerk an der Leerer Straße die Schwarzdecke inklusive Unterbau des neuen Radweges komplett aufgenommen und an die Seite geschoben worden. In diesem Bereich wird zurzeit eine Winkelstützwand gesetzt. Sie soll verhindern, dass der Radweg nicht auf die neue Fahrbahn absackt, die die Bahnhofstraße an die Leerer Straße anbindet.

Um den notwendigen Halt zu gewinnen, muss der Fuß der schweren Betonelemente unter den Radweg gesetzt werden. Und das funktioniert nur, wenn der alte Auf- und Unterbau abgetragen und, nachdem die Winkel gesetzt sind, wieder verfüllt wird, erläutert Karl Brügge das Verfahren.

Zum Zeitpunkt der Planung und des Baus der Radbahn, so der Leiter des Tiefbauamtes, sei noch nicht klar gewesen, ob und wann die Bahnhofstraße überhaupt verlängert wird. Als dann die Förderung für den Straßenbau feststand, sei im ersten Straßenbauentwurf eine Spundwand mit Erdankern vorgesehen gewesen. Von dieser aufwendigen Konstruktion habe man jedoch aufgrund der hohen Kosten Abstand genommen. Unterm Strich sei dieses Verfahren teurer gewesen als die Summe aller Kosten, die jetzt für den Abbruch und die Wiederherstellung des Teilstücks der Radbahn inklusive des Baus der Winkelstützwand entstehen. Brügge: „Auch wenn es aufwendiger erscheint, ist das doch die günstigste Lösung.“ Diese Arbeiten seien alle im Vorfeld abgesprochen worden, versucht Brügge die Vorwürfe, Geld sei verschwendet worden, zu entkräften.

Ohnehin sind die Mitarbeiter in der Fachbehörde froh, dass man beim Bau der neuen Straße die Niveauunterschiede gut aufgefangen hat. Immerhin sind auf dem letzten Stück zwischen dem neuen Kindergarten Kalkwall und der Einmündung in die Leerer Straße sechs Meter Gefälle zu verarbeiten. Deshalb, so fügt Brügge an, wird die neue Stützwand zunächst entlang der Straße und dann in der Böschung verlaufen.

In diesem Zusammenhang wies er auch darauf hin, dass die Radbahn in diesem Bereich in zwei Wochen für den Abriss der beiden Brückenelemente vorübergehend gesperrt werden muss. Über den genauen Zeitpunkt und die Dauer der Arbeiten, von denen auch der Verkehr in der Stadt betroffen sein wird, will die Verwaltung rechtzeitig informieren.

»Auch wenn es aufwendiger erscheint, ist das doch die günstigste Lösung.«

Karl Brügge
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