Initiative will Gebäude an der Radbahn erhalten
Neuer Bürgerverein fürs alte Stellwerk

Burgsteinfurt -

Das alte Stellwerk an der Radbahn soll abgerissen werden. Eine Initiative setzt sich jetzt für den Erhalt des Gebäudes ein. Die Trägerschaft soll ein Verein übernehmen.

Donnerstag, 01.08.2013, 21:08 Uhr

Dem Beispiel von Heimat- und Eisenbahnfreunden in Darfeld und St. Arnold folgend, hat „Stadtpirat und Heimat-Troll“ Rainer Wiese eine Initiative angestoßen, den Abriss des alten Stellwerks in Höhe des Brückenbauwerks an der Leerer Straße zu verhindern. „Mit dem Abriss von Gebäuden scheint man auch bei der Bahn schnell bei der Hand zu sein“, setzt sich Wiese für den Erhalt des leer stehenden Gebäudes an der Radbahn ein, das seiner Meinung ein Stück wertvoller Technikgeschichte der ehemaligen Bahntrasse verkörpert und deshalb nicht einfach so verschwinden dürfe.

Mit dem Bau des Radweges wurde das Bahngelände an die Stadt verkauft. Nur das Gebäude blieb in Bahnbesitz, erläutert Wiese die Besitzverhältnisse und fordert die Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft auf, das Objekt nicht einfach abzuwickeln, sondern den Weg frei für eine neue Nutzung zu machen. Diese Arbeit, so Wieses Idee, könnte ein Bürgerverein übernehmen, für dessen Gründung er unter anderem auch heute (2. August) auf dem Burgsteinfurter Wochenmarkt Unterschriften sammeln will.

Vorstellungen gibt es auch schon, wie das Haus genutzt werden könnte: als Kiosk für Radfahrer beispielsweise oder als Versammlungsraum für Bürger und Vereine oder als Treffpunkt für spontane Initiativen. Die Steinfurt-Touristik könnte die Räumlichkeiten nutzen. Oder man könnte dort ein offenes Bücherregal einrichten. „Es gibt so viele Möglichkeiten“, sagt Wiese und hofft, dass er Unterstützung nicht nur bei der Politik und in der Verwaltung, sondern auch bei Bürgern findet, die sich dafür einsetzen, dass nicht noch ein weiteres Stück Bahnhistorie aus der Region verschwindet. So, wie es dem Heimatverein gelungen war, den „Posten 23“ in Sellen als Relikt aus der guten alten Bahnzeit auf der ehemaligen Bahntrasse nach Metelen zu erhalten.

Allerdings, so Wiese weiter, müssten Entscheidungen umgehend getroffen werden, da die verlängerte Bahnhofstraße gerade gebaut wird und die Hausanschlüsse (Wasser, Strom, etc.) noch während der Bauzeit gelegt werden müssten. Im Anschluss könnte man sich, den Beispielen aus Darfeld oder St. Arnold folgend, ans Werk machen. „Warum nicht?“, ist Wiese gespannt, welche Reaktionen der Aufruf, einen Verein zu gründen, auslösen wird.

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Weiter Infos gibt’s nicht nur heute auf dem Markt, sondern auch bei „M+M“, Steinstraße, wo weitere Unterschriftenlisten ausliegen.

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