Ausstellung im evangelischen Gemeindezentrum eröffnet
„Ein Teil von Steinfurt“

Borghorst -

„Wir fanden es sehr wichtig zu zeigen, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund hier in Steinfurt eine Heimat gefunden haben, dass sie sich Ziele setzen, dass sie studieren, arbeiten oder in Ausbildung sind, dass sie etwas zu der Gesellschaft beitragen möchten und dass sie ein Teil von Steinfurt sind”, sagte Barbara Schonschor bei der Eröffnung der Ausstellung „Heimat Steinfurt?” im evangelischen Gemeindezentrum an der Fürstenstraße.

Freitag, 27.09.2013, 13:09 Uhr

17 junge Menschen, die erst kürzlich in Deutschland eingereist, oder hier geboren sind haben sich bei der Horstmarer Fotografin Gudrun Kremer porträtieren lassen. „Das Thema Heimat? - Gesichter erzählen Geschichten”, hat mich sofort angesprochen, da es für mich nichts markanteres gibt wie den Ausdruck im Gesicht eines Menschen”, erklärt Gudrun Kremer.

Die Geschwister Cliff und Messi Okoru, deren Wurzeln in Nigeria liegen, lockerten mit ihren Liedern aus Afrika und Amerika die Veranstaltung auf. Pfarrer Holger Erdmann sagte den Gästen, dass viele Gemeindemitglieder nach der Flucht und Vertreibung in Borghorst eine neue Heimat gefunden hätten. Die stellvertretende Bürgermeisterin Regina Hemker-Möllering verband den Begriff Heimat auch mit der plattdeutschen Sprache.

„Mein Traum ist es, in einer sozialen Gesellschaft zu leben, wo alle gleich sind, wo es keine Armut und kein Reichtum gibt, in einer Welt zu leben, wo Menschen und Tiere Rechte und Freiheit genießen und wo Rassismus und Diskriminierung uns fremd sind”, sagte Donika Haliti aus dem Kosowo. Die 18- Jährige möchte Krankenpflegerin werden.

Die Studentin Marion Juktuna aus Estland meinte: „Als Migrant bist du nie gleichberechtigt wie jemand mit einer deutschen Staatsangehörigkeit. Man hat immer mit der Ausländerbehörde zu tun.“

Ilyass Darssi aus Marokko (23 Jahre) arbeitet als Autopolierer. Nebenbei macht er den Lkw-Führerschein. Er möchte gern als Lkw-Fahrer arbeiten. „In Deutschland gefallen mir die Straßen, die Pünktlichkeit, Gesetzt und Ordnung. Ich vermisse das schöne Wetter, meine Eltern und Freunde”, schreibt unter sein Bild.

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