Triumph im Kreis Steinfurt
CDU gewinnt alle drei Wahlkreise

Kreis STeinfurt -

Besser hätte es für die CDU im Kreis Steinfurt nicht laufen können: Sicher gewinnt sie alle drei Wahlkreise. Newcomerin Anja Karliczek aus Tecklenburg feiert einen ganz besonderen Triumph: Aus dem Stand gewinnt die Tecklenburger Kommunalpolitikerin den Wahlkreis Steinfurt III mit großem Abstand. Früher galt der Wahlkreis als SPD-Hochburg, jetzt hatte ihr Kandidat Jürgen Coße keine Chance.

Sonntag, 22.09.2013, 22:09 Uhr

Richtig was zu lachen hat an diesem Abend nur die CDU : Im Bund kratzt sie an der absoluten Mehrheit, im Kreis holt sie alle drei Wahlkreise direkt. Auch Steinfurt III, von dem es doch immer hieß, er sei „wackelig“. So gleicht Anja Karliczeks Einmarsch, als sie kurz nach 20 Uhr ins Wahlstudio im Steinfurter Kreishaus kommt, einem Triumphmarsch: Umarmungen Küsse, Schulterklopfen, Beifall.

Zu keinem Zeitpunkt stand ihr Sieg gegen SPD-Mann Jürgen Coße auch nur ansatzweise in Frage. „Sensationell“, sei das strahlt die Newcomerin aus Tecklenburg, die sofort von Kameras, Mikros und Journalisten umringt ist. So ganz genau wisse sie noch nicht, was jetzt alles auf sie zukommen, gesteht sie, verspricht, das in sie gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen.

Enttäuscht ist Jürgen Coße allemal, auch wenn er den tapferen Verlierer gibt. Nein, er sei nicht überrascht gewesen über seine Niederlage, das liege am Wahlkreis und auch ein bisschen an Peer Steinbrück: „Er hat die Herzen der Menschen nicht erreicht“. Dass es jetzt eine Diskussion in der Partei m seine Person gibt, glaubt er nicht. Natürlich werde er Parteivorsitzender bleiben, die Frage stelle sich gar nicht. Aber ein anderer Genosse, auch anwesend, fragt ganz direkt: „Was macht man mit Einem, der drei Mal verloren hat?“ In der Partei müsse es jetzt eine Diskussion um die inhaltliche Ausrichtung geben, aber auch um Personen.

Landrat Thomas Kubendorff ist schon früh am Abend da. Er freut sich, dass die CDU jetzt „mächtig Rückenwind“ im Kommunalwahlkampf bekommen werde. „Die Leute wählen gerne Gewinner.“ Auch CDU-Fraktionschef Wilfried Grunendahl ist überzeugt: „Die Leute fühlen sich bei Merkel und der CDU am besten aufgehoben.“ Kreis-Geschäftsführer Johannes Machill kann es zunächst gar nicht fassen, dass die absolute Mehrheit winkt: „Nie und nimmer hätte ich damit gerechnet.“ Aber er denkt auch laut nach: „Für die großen Probleme vor uns wäre eine breite Mehrheit auch nicht schlecht.“

Von solchen Diskussionen sind die Grünen weit entfernt. Ihr Kandidat im WK 126, Hermann Stubbe und der Landtagsabgeordnete Norwich Rüße sind schon um 18 Uhr im Wahlstudio, verfolgen gespannt die erste Hochrechnung – und sind geschockt, obwohl sie schon ahnten, dass es an diesem Abend nicht allzu gut für die Grünen laufen würde.

Einig sind sich beide, dass die Grünen in diesem Wahlkampf auf die falschen Themen gesetzt haben und und auf eine „Schönwetter-Kampagne“, die nicht mehr gepasst habe, als es immer mehr Gegenwind für die Grünen gegeben habe. Schwarz-grün? „Das hätte vielleicht früher mal funktioniert“, meint Rüße, „heute aber nicht mehr“.

Kathrin Vogler von den Linken, ist auch schon früh da. Sie ist sicher „drin“, Listenplatz 7 reicht für sie locker. Die Gesundheitsexpertin plaudert sogar ganz entspannt mit ihrem Ausschuss-Kollegen Jens Spahn. Der ist „gut drauf“, hat er mit 52 Prozent doch einen „Denkzettel“ vom letzten Mal mehr als wieder gut gemacht.

Ein „Wahnsinnsergebnis“ habe die CDU da eingefahren und ja sicher, wenn die CDU tatsächlich die absolute Mehrheit bekomme, dann solle sie die auch nutzen. Wenn nicht, dann gebe es da ja auch noch die Grünen.

Zu Hause geblieben ist an diesem Abend Ingrid Arndt-Brauer von der SPD . Beim letzten Mal musste sie lange zittern, ob die Liste noch „zieht“. Diesmal, mit Listenplatz 6, ist sie sicher drin.

Sicher draußen dagegen ist Claudia Bögel von der FDP. Sie, wie überhaupt die FDP, lässt sich denn auch an diesem Abend im Kreishaus gar nicht mehr blicken.

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