Benefizkonzert im Bagno
Weihnachtszauber im Bagno

Burgsteinfurt -

Mit seinem Programm „O magnum mysterium“ verzauberte der Kammerchor Capella Vocale aus Münster das Publikum in der Bagno-Konzertgalerie. Der Erlös der Benefiz-Veranstaltung, die zusammen mit der Kindernothilfe organisiert wurde, soll benachteiligten Kindern auf Haiti zugutekommen.

Sonntag, 15.12.2013, 17:12 Uhr

Einem Chor in der Adventszeit zu lauschen, ist ein herrliches Vergnügen. Am Samstagabend hatte die Kindernothilfe in die Bagno Konzertgalerie eingeladen. Zu Gast war der Chor „Capella vocale“ aus Münster mit dem Programm „O magnum mysterium“, weihnachtliche Chormusik.

Bei der Begrüßung stellte Carla Russell von der Kindernothilfe Steinfurt zuerst die jetzige Situation im Arbeitskreis dar. „Die verstorbene Prinzessin Juliane von Bentheim, als Sprecherin des Arbeitskreises wird schmerzlich vermisst. Ihr vorbildliches Engagement für die Kindernothilfe bleibt unvergessen und in ihrem Sinne wird die Arbeit fortgesetzt“, versicherte Russell.

Das Ziel des Abends sei es, für das Projekt auf Haiti zu sammeln. Man habe überlegt, sich für die Philippinen einzusetzen, aber das wäre dann zu Lasten der „Restavek-Kinder“ auf Haiti gegangen. Seit dem Erdbeben 2010 sind diese Kinder der Gefahr von Gewalt und Missbrauch ausgesetzt, weil sie gezwungen sind, oft unter ausbeuterischen Bedingungen in fremden Familien zu leben, wie Russel eindringlich berichtete.

Der gemeinsam mit der haitianischen Partnerorganisation Mouveman Plin Vis Moun angesteuerte Ansatz gehe von einem gesellschaftlich ganzheitlichen Denken aus. So sollen die Restavek-Kinder in eine reguläre Schule eingegliedert werden. Workshops zum Thema Hygiene und Handarbeiten bieten Aufklärung und Beschäftigung. Und vor allen Dingen sollen Alphabetisierungskurse die Gasteltern mit einbeziehen, damit ein für alle Beteiligten förderliches Miteinander möglich wird.

Der Chor „Capella vocale“ unterstützte mit seinem Auftritt das Projekt der Kindernothilfe. Dazu war ein umfangreiches, großartiges Programm erarbeitet worden. Daniel Lembeck, der Leiter von „Capella vocale“ betonte zu Beginn: „Wir führen Sie nun mit den ausgesuchten Stücken durch die Weihnachtszeit quer durch ganz Europa.“

Weihnachten wird immer noch, trotz aller kommerziellen Geschäftigkeit, mit großer Inbrunst gefeiert. Denn viele Menschen verspüren, jenseits süßlicher Weihnachtsindustrie, ein großes Bedürfnis nach sinnvollem Leben und Frieden. Dennoch ist es kein Widerspruch, dass in den Weihnachtsliedern, den alten und den neueren, die Hoffnung, die in Gottes Sohn gesetzt wird, auch mit weltlicher Vorfreude befeuert wird.

„Schmückt den Saal mit grünen Zweigen, jetzt ist Zeit für frohe Reigen! Lasst aus Fässern Met nun rinnen, Weihnachtslieder fröhlich klingen“, heißt es in der Übersetzung von „Deck the Hall“. Den Solistinnen, Claudia Maria Korsmeier (Alt) und Margarete Möllers sowie Susanne Meinhard (Sopran) gelang es, den überirdischen Glanz in die Lieder wie „Stille Nacht, heilige Nacht“ zu bringen, der so recht zu Weihnachten passt. So erlebten die Zuhörer bei den englisch, französisch und finnisch gesungenen Weihnachtsliedern die ungeheuere Stimmenvielfalt des Chores. Und es blieb Raum beim Wiederentdecken von Melodien und Texten aus der Kindheit. Bei den deutschen Liedern entfachte der Chor funkensprühend die Freude über das Wunder von Weihnachten.

Prinzessin Juliane von Bentheim als Sprecherin des Arbeitskreises wird schmerzlich vermisst. Die Arbeit aber wird in ihrem Sinne fortgesetzt.

Carla Russel
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