Berufspraktika an der Erich-Kästner-Schule
Soziale Kompetenz wird immer wichtiger

Steinfurt -

Wie wichtig Berufspraktika sind, zeigen Erfahrungen, die die Erich-Kästner-Schüler machen, wenn sie sich für den Wechsel von der Schule in das Berufsleben vorbereiten. Besonders wichtig wird es dabei immer mehr, soziale Kompetenz auszubilden.

Montag, 03.02.2014, 16:02 Uhr

Eine Besonderheit an der Erich Kästner-Schule , an der Kinder und Jugendliche mit verschiedenen sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet werden, ist ein Praktikumstag für die Abschlussstufe. Das pädagogische Konzept sieht für die Jugendlichen ab der Klasse 8 eine intensive Vorbereitung auf den Wechsel von der Schule in das Berufsleben vor. Gerade für das spätere Berufsleben ist es wichtig, über soziale Kompetenzen zu verfügen. Während in der Schule der Schwerpunkt auf der Kommunikation zwischen den Schülern und mit den Lehrern sowie Schulsozialarbeitern liegt, können die Jugendlichen diese Fähigkeiten in außerschulischen Bereichen weiter festigen.

Im Rahmen der Arbeitslehre bietet die Erich-Kästner-Schule den Schülern im Schuljahr 2013/14 vier Betätigungsfelder an. Zum einen können sich die jungen Menschen einen Praktikumsplatz in einem Berufsfeld ihrer Wahl suchen, an dem sie wöchentlich einmal ihre Schulzeit verbringen. Alternativ kann dieser Praxistag in den Werkstätten der Schule unter der Anleitung der Sonderpädagogen verbracht werden. Die beiden weiteren Angebote finden ebenfalls außerhalb der Schule statt.

In der Schreinerei und Zimmerei Hemker arbeiten die Jugendlichen wöchentlich einmal mit einem Lehrer und einem Sozialpädagogen des Vereins „Lernen fördern“ an einem zweiten Kanu. Die Arbeit interessiert die Jugendlichen sehr (wir berichteten).

Für die Teilnehmer des Sozialpraktikums im Heinrich-Roleff-Haus steht der Umgang mit anderen Menschen im Vordergrund. Die Jugendlichen sind den verschiedenen Wohnbereichen des Seniorenzentrums zugewiesen. Fatime und Sherije sind bei den Bewohnern bestens bekannt. In der Adventszeit holten sie sich die Bewohner in deren Aufenthaltsraum und sangen mit ihnen alte Weihnachtslieder. Tobias war in der Zwischenzeit in einem anderen Wohnbereich damit beschäftigt, das Essen anzureichen. Thomas war mit der gleichen Aufgabe in seinem Wohnbereich beauftragt. Er muss besonders wachsam und einfühlsam sein, da die Menschen in seiner Umgebung aufgrund einer beginnenden Demenz einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen. Nach dem Mittagessen treffen sich die Schüler gemeinsam mit ihrem Lehrer zum Erfahrungsaustausch.

In ihren Projektmappen halten die Jugendlichen ihre Erlebnisse, Reflexionen und Planungen fest.

Von den Mitarbeitern des Heinrich-Roleff-Hauses gibt es viel Lob für die Jugendlichen aus der Förderschule. Besonders hervorgehoben wird die immer freundliche Art im Umgang mit den Bewohnern. Diese gelungene Kooperation zwischen Jung und Alt stellt sowohl für die Schüler der Erich Kästner-Schule als auch für die Bewohner des Heinrich-Roleff-Hauses eine besondere Bereicherung der zwischenmenschlichen Beziehung dar, schreibt die Schule abschließend in ihrem Bericht.

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