BEGST gibt die letzten Anteile für die Stadtwerke aus
Jetzt zählt das Windhundverfahren

Steinfurt -

Für Bürgermeister Andreas Hoge war der vergangene Montag ein „historisches Datum“. Seit dem 26. Juni sitzt bei den Gesellschafterversammlungen der Stadtwerke nämlich ein weiterer Eigentümer mit am Tisch. Genau genommen sind es sogar fast 650 – alles die Steinfurter Bürger, die sich an der neu gegründeten Bürger-Energie-Genossenschaft Steinfurt (BEGST) mit mindestens 500 Euro beteiligt haben.

Mittwoch, 28.05.2014, 16:05 Uhr

Und es können noch ein paar mehr werden, wie Hermann Lindhof , der neuerdings für die BEGST im Aufsichtsrat der Stadtwerke sitzt, bei einer Pressekonferenz am gestrigen Mittwoch betonte. „100 000 bis 150 000 Euro“, so Lindhof, könnte die Genossenschaft noch einnehmen, um den zehnprozentigen Anteil an dem örtlichen Energieversorger voll zu machen. Derzeit wird das fehlende Kapital durch einen Großanleger abgedeckt. Er tritt zurück, wenn möglichst viele Bürger mit kleineren Anteilen eingesprungen sind.

1,9 Millionen Euro wollen die BEGST-Vertreter an Kapital zusammenbekommen. Damit sind dann nicht nur die zehn Prozent an den Stadtwerken abgedeckt, sondern auch die Anlaufkosten – und die 87 000 Euro, die der Miteigentümer für den Ankauf des örtlichen Stromnetzes locker machen muss. Derzeit befinden sich rund 1,8 Millionen Euro in der Kasse. Der BEGST-Vorstand ist optimistisch, dass das fehlende Geld in den nächsten Tagen noch hereinkommt. Ansonsten übernimmt eine Bank die Bürgschaft. „Bis zum 10. Juni steht die Tür noch offen für neue Anteilseigner“, betonte Peter-Paul Kraß bei der Pressekonferenz. Die Scheine werden nach dem Windhundverfahren verteilt: Wer zuerst kommt. . . Der BEGST-Marketingbeauftragte hofft wie seine Vorstandskollegen, dass möglichst viele Steinfurter noch mitmachen wollen: „Je mehr Bürger dahinterstehen, desto besser.“

Ehe die Mitglieder der Genossenschaft die erste Dividende einstreichen können, werden jetzt noch zwei Jahre vergehen. Hermann Lindhof geht davon aus, dass sie wahrscheinlich deutlich höher ausfallen wird als ursprünglich angenommen. Auf den versprochenen günstigen Genossenschaftstarif für Gas und Wasser muss die BEGST-Gemeinschaft natürlich nicht so lange warten, wie Stadtwerke-Chef Rolf Echelmeyer sagte.

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