Interkulturelle Wochen
Bereichernde Vielfalt für Steinfurt

Steinfurt -

In Steinfurt finden von Ende September bis Ende Oktober zum mittlerweile achten Mal „Interkulturelle Wochen“ statt. Am Dienstag haben die Veranstalter das Programm vorgestellt. Ausstellungen, Filmvorführungen, Gesprächs- und Infoabende sollen in der Bevölkerung das Miteinander fördern.

Dienstag, 02.09.2014, 16:09 Uhr

Barbara Schonschor (r.) hat wiederum eine Menge Mitstreiter gefunden, die sich an den „Interkulturellen Wochen“ in Steinfurt mit ganz unterschiedlichen Aktionen und Angeboten beteiligen und hoffen, dass viele Bürger daran teilnehmen.
Barbara Schonschor (r.) hat wiederum eine Menge Mitstreiter gefunden, die sich an den „Interkulturellen Wochen“ in Steinfurt mit ganz unterschiedlichen Aktionen und Angeboten beteiligen und hoffen, dass viele Bürger daran teilnehmen. Foto: Drunkenmölle

Meine, deine, unser Kultur – darum und wie man in Steinfurt Gemeinsamkeiten finden und Unterschiede feiern kann, geht es bei den „Interkulturellen Wochen“. Bereits zum achten Mal finden sie in der Kreisstadt statt. Und sie werden wiederum von einem breiten Bündnis verschiedener Kooperationspartner getragen. Erstmals ist das Programm über den September hinaus in den Oktober hinein verlängert worden. „Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass die Veranstaltungen sehr dicht aufeinander folgen“, erläutert Barbara Schonschor vom Jugendmigrationsdienst der Evangelischen Jugendhilfe, dass man den einzelnen Angeboten zukünftig mehr Raum geben möchte, um eine noch größere Öffentlichkeit zu erreichen.

Immerhin: Steinfurt ist eine multi-kulti Stadt. Über 2000 Menschen leben hier, die keinen deutschen Pass besitzen. Noch einmal so groß ist die Zahl derjenigen Einwohner, die einen Migrationshintergrund besitzen. „Es gibt fundamentale Gemeinsamkeiten unter den Menschen, gleich welcher Herkunft, Sprache oder Religion sie sind“, verweist Schonschor beispielsweise auf das Bedürfnis nach freien Entfaltungsmöglichkeiten, Teilhabe, Sicherheit, Nähe und Heimat. „Unterschiede, die es durchaus gibt, sind oftmals eine Bereicherung“, laden Schonschor und ihre Mitstreiter ein, sich Zeit zu nehmen, die Menschen aus der Nachbarschaft, ihre Geschichte und ihren Geschichten kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Unterschiede offen anzusprechen.

Das Programm, das zu einem Miteinander der Kulturen beitragen soll, ist offen für alle Altersstufen. Den Auftakt macht Felicia Odum . Sie stellt am 19. September auf Einladung der Evangelischen Frauenhilfe die Situation der Menschen in Nigeria und ihr Projekt, die Wasserversorgung in ihrem Heimatdorf zu verbessern, vor.

Kreative Workshops und Happenings sind Teil der Abschlussveranstaltung der Steinfurter Kulturrucksackprojekte, die vom 21. September auf den 25. Oktober verschoben worden ist und nun in der Realschule am Buchenberg stattfindet.

Mit „Einmal Hans mit scharfer Soße“ und „Monsieur Claude und seine Töchter“ bieten Stefanie und Tobias Halmer insgesamt vier Vorstellungen Ende September und Anfang Oktober im Steinfurter Kino an, die sich mehr oder weniger komödiantisch mit deutsch-türkischen Familienverhältnissen und religiöser Toleranz auseinandersetzen. Eine Filmvorstellung gibt es auch am 24. September vor einem Frühstück, für das das Bündnis „Integration“ die Tische im Nepomuk-Forum deckt.

„Weggegangen, angekommen, geblieben und dann?“ ist der Titel eines LWL-Films über Migrationserfahrungen, über die im Anschluss an die Vorführung im DRK-Familienzentrum am 22. Oktober gesprochen werden soll.

Zwei Tage später, am 24. Oktober, wird noch einmal in der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche die Ausstellung „Heimat Steinfurt?“ mit Bildern von Gudrun Kremer gezeigt. Die Fotografin hat 17 junge Menschen porträtiert, die zu den Fotos auch noch ihre Gedanken über ihr Leben in Deutschland und ihre Heimat aufgeschrieben haben.

Darüber hinaus organisieren die Wirtschaftsschulen eine Lesung mit der türkischen Schriftstellerin Islihan Alptekin, im „Dampfross“ werden indianische Redestäbe (sie wurden jahrhundertelang bei Gesprächen eingesetzt) gebastelt. Außerdem greift der Offene Ganztag der Bismarckschule das Thema der Interkulturellen Woche auf und gestaltet Familienbäume und eine Fotoausstellung.

Zum Thema

Das detaillierte Programm ist auf Flyern abgedruckt, die in öffentlichen Einrichtungen ausliegen. Wer noch ergänzende Angebote machen möchte, kann sich bei Barbara Schonschor, Telefon 0 25 52/ 63 94 43, melden. Schulklassen, die teilnehmen möchten, sollten sich ebenfalls bei Schonschor anmelden.

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Unterschiede, die es durchaus gibt, sind oftmals eine Bereicherung.

Barbara Schonschor

Es gibt fundamentale Gemeinsamkeiten unter den Menschen.

Barbara Schonschor
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