Geburtshilfe im Marienhospital im Aufwind
Verhalten optimistisch

Borghorst -

Auch wenn noch völlig offen ist, wie es im Borghorster Marienhospital nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens weitergeht – Dr. Armin Rütten ist „verhalten optimistisch“, dass ein möglicher Investor die gynäkologische Abteilung erhalten wird. Der Chefarzt gründet seine Zuversicht auf eine Reihe von Umständen, wie er am Rande eines Pressegesprächs in der Familienbildungsstätte (die WN berichteten) sagte.

Dienstag, 13.01.2015, 13:01 Uhr

Das Marienhospital verzeichnet steigende Geburtenzahlen. Darum ist der Chefarzt verhalten optimistisch, dass ein neuer Investor ein Interesse daran hat, die Abteilung zu erhalten.
Das Marienhospital verzeichnet steigende Geburtenzahlen. Darum ist der Chefarzt verhalten optimistisch, dass ein neuer Investor ein Interesse daran hat, die Abteilung zu erhalten. Foto: Colourbox

„Die Geburtshilfe im Marienhospital hat einen sehr guten Ruf“, ist Rütten überzeugt. Zum einen macht er das an den steigenden Geburtenzahlen fest. Zum anderen sind es nicht nur Steinfurter Mütter, die ihr Kind bewusst in Borghorst zur Welt bringen.

Die Geburtenzahlen steigen in den letzten Jahren. 2013 waren es 410, im Vorjahr schon 450. „Unser Bestreben ist es, über die 500er Marke zu klettern“, so der Gynäkologie-Chef. Er hält auch die Zahl 600 für machbar, ohne dabei das Konzept der Borghorster Station aus dem Auge zu verlieren. „Wir setzen bewusst auf die familiäre Atmosphäre“, betont auch die Leitende Hebamme Beate Kuhnert . Das heißt, dass die Mütter immer einen Ansprechpartner ihres Vertrauens vor Ort haben. Dass dabei die medizinische Betreuung nicht zu kurz kommt, dafür sorge die Kooperation mit der münsterischen Kinderklinik, die sich seit Jahren bewährt habe.

Dr. Armin Rütten sieht sich mit diesem Angebot im Umkreis alleine. In den größeren Häusern ähnele der Betrieb doch mehr einem Fließband. „Davon wollen wir uns bewusst absetzen.“

Der Chef der Abteilung beobachtet mittlerweile einen positiven Schneeballeffekt. „Die Mütter reden natürlich miteinander und fragen: Wo hast Du denn entbunden?“ Und wenn dann das Marienhospital genannt werde, ziehe das natürlich weitere werdende Eltern zur Mauritiusstraße. Ein weiterer Vorteil des Hauses sei die zentrale Lage. So sei es aus den umliegenden Gemeinden wie Horstmar , Laer oder Nordwalde schnell erreichbar. In diesem Zusammenhang wirke sich auch die Schließung der Geburtenabteilung des Evangelischen Krankenhauses in Münster vor über einem Jahr aus. „Da kommen dann einige auch nach Borghorst.“

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