Marienhospital in Borghorst
Geburtshilfe vor dem Aus?

Borghorst -

Auch wenn noch nichts entschieden ist, für die Geburtshilfe im Borghorster Marienhospital sieht es nicht gut aus. Alle möglichen Träger, mit denen der Sachwalter Dr. Fank Kebekus und sein Bevollmächtigter Dr. Jörg Bornheimer zurzeit in Gesprächen sind, rechnen nicht damit, dass am Standort Borghorst weiterhin Babys geboren werden. Das bestätigte deren Sprecher Thomas Schulz am Samstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Allerdings – und das betonte er: „Es gibt noch keine Beschlüsse.“

Samstag, 07.02.2015, 13:02 Uhr

Auch wenn noch nichts entschieden ist, für die Geburtshilfliche Station im Borghorster Marienhospital sieht es nicht gut aus. Keiner der möglichen Träger, mit denen der Sachwalter Dr. Frank Kebekus und sein Bevollmächtigter Dr. Jörg Bornheimer im vorläufigen Insolvenzverfahren über ein Zukunftskonzept sprechen, rechnet damit, dass am Standort Borghorst weiterhin Kinder zur Welt kommen. Das bestätigte der Sprecher des Marienhospitals, Thomas Schulz , am Samstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Allerdings – und das betonte er: „Es gibt noch keine Beschlüsse.“

Nachdem Schulz Ende vergangener Woche erklärt hatte, in 14 Tagen erste Ergebnisse der Übernahmeverhandlungen bekannt geben zu wollen, veröffentlichte der Landesverband der Hebammen NRW am Wochenende auf seiner Internetseite die Mitteilung „ Geburtshilfe in Steinfurt schließt“ . Bereits im Dezember hatte der Verband an gleicher Stelle geschrieben, dass der Krankenhausbedarfsplan die Abteilung im Borghorster Krankenhaus nicht mehr vorsehe.

Früher als geplant ist eine wahrscheinliche Schließung nun ein Thema geworden, weil einige Hebammen Jobangebote anderer Kliniken bekommen haben, so Schulz. Die Geschäftsleitung der Marienhospital Münsterland GmbH habe den Mitarbeiterinnen daraufhin ehrlich gesagt, wie die aktuelle Situation in Borghorst ist. Schulz: „Alles andere wäre unredlich.“

Der Sprecher wies in diesem Zusammenhang noch einmal daraufhin, dass, sobald ein Konzept mit einem neuen Träger vorliege, dieses in einem nächsten Schritt noch mit den Krankenkassen und der Bezirksregierung abgestimmt werden müsse.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3053852?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F4852168%2F4852179%2F
Giulia Wahn beim ESC: „Platz 20 war Hauptgewinn“
Beim ESC landete der für San Marino startende Sänger Serhat (l.) auf Platz 20. Dennoch gab es für ihn und seine münsterische Background-Sängerin Giulia Wahn (hinten rechts) Grund zum Jubeln.
Nachrichten-Ticker