Endlich auch um 2 Uhr nach Hause
Um 2.05 Uhr geht´s auch heim

Viele haben sich über die schlechte Busverbindung beklagt, wenn sie Nachts von Münster nach Hause wollten. Die Jugendparlamente des Kreises haben jetzt endlich eine zusätzliche Buslinie durchsetzen können.

Donnerstag, 19.02.2015, 15:02 Uhr

Die Jugendparlamente der Umgebung haben sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Nachtbus nun noch öfter fährt. Das freut vor allem die Partygänger, die auf diese Linie angewiesen sind.
Die Jugendparlamente der Umgebung haben sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Nachtbus nun noch öfter fährt. Das freut vor allem die Partygänger, die auf diese Linie angewiesen sind. Foto: Lisa Ueter

Nach langen Mühen und viel Einsatz ist es endlich geschafft. Die Buslinie N5 wurde erweitert! Zwischen Münster und Burgsteinfurt fährt seit Anfang des Jahres ein Nachtbus um 2.05 Uhr. Das ehemalige Jugendparlament Altenberge, der Stadtjugendring Steinfurt, der Jugendrat Münster und das Jugendparlament Nordwalde haben ihr Ziel erreicht. „Die Zahlen sind gut. Die Fahrplanerweiterung wird angenommen“, bestätigt Uwe Schmitz , Stellvertreter der Geschäftsleitung von Schäpers.

Wie erwartet, freuen sich vor allem Jugendliche über die Aufteilung auf zwei Busse zu unterschiedlichen Zeiten. Mit einer Onlineumfrage des Altenberger Jugendparlamentes fing alles an. Diese machte deutlich, wie unbefriedigend die Möglichkeit am Wochenende nach Hause zu kommen wirklich war. Viele Jugendliche gaben an, dass der Bus ständig überfüllt sei. Einige sogar, dass sie sich öfters ein Taxi rufen mussten. Beklagt wurde sich auch über die mangelnde Sicherheit, die durch das Gedränge eingeschränkt wurde. Außerdem war die Zeit zwischen dem letzten Zug um 24.08 Uhr und dem vorhandenen Bus um 3:05 Uhr für viele zu lang.

Diese Situation galt es zu ändern und mit einer Online-Petition und einer Unterschriftenaktion wurde der Grundstein gelegt. Viele Gespräche und Diskussionen wurden geführt. Rund eineinhalb Jahre später steht die Fahrplanänderung, doch sicher ist eins: Ohne das große Durchhaltevermögen aller Beteiligten wäre so etwas nie möglich gewesen. „Wir sind vor allem froh, dass wir ernst genommen wurden und auch das Interesse der Jugendlichen so riesig war. Ohne die Jugendparlamente hätten wir das nicht geschafft“, betont das Jugendparlament Nordwalde. Auch die Kommunen, die jetzt zusätzliche Kosten tragen müssen, sind überzeugt, dass die Initiative sinnvoll war. Vor allem Altenberger und Nordwalder sind bei ihren doch eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten Vorort besonders froh. „Das Angebot passt sich dem Bedarf der Jugendlichen genau an“, so Uwe Schmitz.

Passend zum Jubiläum „20 Jahre Nachtbus“ hingen Plakate in den Bussen des Unternehmens aus und Pressemitteilungen wurden erstellt. Schäpers geht davon aus, dass die Popularität des zusätzlichen Busses zunehmen wird. Gerade dann, wenn sich die Nachricht darüber verbreitet hat. Für alle Partygänger ist also eine angenehmere Fahrt mit dem Nachtbus programmiert. Besonders das Jugendparlament Nordwalde sieht dieses nun endlich erreichte Ziel als Ansporn für neue Projekte, die hoffentlich genauso erfolgreich verwirklicht werden können.

Fest steht, dass viele mit diesem kleinen Durchbruch sehen, was ein Jugendparlament erreichen kann. Für so manchen könnte das der Ansporn sein, in so einer Organisation tätig zu werden, damit noch viele solcher Aktionen gelingen. Außerdem können ein paar mehr Stimmen nicht Schaden.

Lisa Ueter

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