Investoren an der Goldstraße
An der Goldstraße geht‘s voran

Burgsteinfurt -

Noch haben sich die Wege von Khaled Abdullah und Jürgen Perick relativ wenig gekreuzt. Das wird sich bald ändern: Die beiden Burgsteinfurter Unternehmer werden Nachbarn. Beide investieren am Standort Goldstraße. Zwischen Radhaus Schnieder und Firma Solido wird dann der Lückenschluss vollzogen.

Mittwoch, 25.02.2015, 19:02 Uhr

Bauherren unter sich: Dank der Investitionen von Khaled Abdullah (r.) und Jürgen Perick wird das Gelände am Burgsteinfurter Bahnhof eine weitere Aufwertung erfahren.
Bauherren unter sich: Dank der Investitionen von Khaled Abdullah (r.) und Jürgen Perick wird das Gelände am Burgsteinfurter Bahnhof eine weitere Aufwertung erfahren. Foto: Ralph Schippers

Noch haben sich die Wege von Khaled Abdullah und Jürgen Perick relativ wenig gekreuzt. Das wird sich bald ändern: Die beiden Burgsteinfurter Unternehmer werden Nachbarn. Beide investieren am Standort Goldstraße . Zwischen Radhaus Schnieder und Firma Solido wird dann der Lückenschluss vollzogen. Dort, wo bis vor wenigen Wochen noch Lagerhallen des alten Güterbahnhofs standen, entsteht ein kleines Einzelhandelszentrum – ein attraktiver Standort für die beiden Investoren.

„Wir hoffen, dass die Baugenehmigung noch in diesem Monat erteilt wird“, möchte Jürgen Perick gerne kurzfristig den ersten Spatenstich für sein Neubauvorhaben setzen. Bislang hatte sein Reha-Unternehmen den Hauptsitz am Münsterkamp. Zudem war eine Lagerhalle im Gewerbegebiet Sonnenschein angemietet. „Jetzt werden wir Lager, Ausstellung und Verwaltung an einem Standort zusammenführen“, sagt Perick.

Satte 2400 Quadratmeter ist die neue Halle groß, verteilt auf zwei Ebenen. Und es besteht noch Erweiterungsmöglichkeit, denn das Grundstück zwischen Bahnlinie und Goldstraße und direkt angrenzend an das Unternehmen Solido ist mit 3800 Quadratmetern großzügig bemessen.

Der 52-Jährige ist von der Entwicklung der Goldstraße begeistert. „Eine tolle Lage, das Viertel hat wirklich Potenzial. Und für uns ist es eine wunderbare Möglichkeit, uns zu zeigen“, sagt er. Der Neubau bietet für das Unternehmen zudem die Chance, logistische Abläufe zu optimieren.

Perick ist davon überzeugt, dass das gesamte Sonnenscheingebiet durch die Neuansiedlungen eine Aufwertung erfährt. Die noch relativ nahe Stadtlage verbunden mit der guten Verkehrsanbindung (Perick: „Der Durchstich zur Leerer Straße hat viel bewirkt“) und den großzügigen Parkplatzflächen würden ihre Wirkung nicht verfehlen. Selbst vom nahen Bahnhof erwartet Perick Impulse für sein Unternehmen, das sich als Dienstleister im Gesundheitswesen versteht.

Wenn die Baugenehmigung kurzfristig erteilt werden sollte, geht Perick davon aus, dass der neue Standort im November eröffnet werden kann. Der Firmeninhaber kündigt dann auch eine personelle Aufstockung seines derzeit 22-köpfigen Mitarbeiterteams an. Insbesondere im Ausbildungsbereich will Perick sich verstärkt engagieren. „Da haben wir am neuen Standort ganz andere Möglichkeiten.“

Noch nicht ganz soweit ist Khaled Abdullah. Im Oktober hat der Inhaber des „Autoshop Pro“-Geschäfts an der Leerer Straße den Kaufvertrag für das Grundstück direkt angrenzend an das Radgeschäft Schnieder geschlossen. Rund 1000 Quadratmeter groß soll der Neubau an der Goldstraße werden, der erste Spatenstich im Sommer gesetzt werden. Platz für eine Erweiterung ist auch bei ihm vorhanden, das Grundstück ist 4300 Quadratmeter groß.

Handlungsbedarf für ein Neuinvestition ist gegeben: Das Geschäft, das der 31-jährige, gelernte Kfz-Meister an der Leerer Straße betreibt, platzt im Jahr fünf nach Gründung aus allen Nähten. „Vor allem die Lagermöglichkeiten fehlen uns am bisherigen Standort“, sagt Abdullah.

Kompetente Beratung, gute Preise und schnelle Lieferung von Autoersatzteilen aller Art – der Service des Familienbetriebs, mit im Geschäft sind vier weitere Brüder, hat sich herumgesprochen. Ein Ausrufezeichen hat die Firma darüber hinaus beim Gründerpreis NRW im vergangenen Jahr gesetzt. Von einer Fachjury wurde das Unternehmen unter die zehn innovativsten seiner Art im Land gewählt.

Der Technische Beigeordnete Reinhard Niewerth hob im Gespräch mit unserer Zeitung auf die Entwicklung des Areals angefangen vom städtebaulichen Wettbewerb 1998 und Ankauf der Bahnflächen ein Jahr später bis hin zum Status quo ab. „In drei bis vier Jahren“, so Niewerth, werde die Umgestaltung des Bereichs komplett abgeschlossen sein. Nur noch wenige Flächen seien für eine Vermarktung verfügbar. „Städtebaulich hat das Quartier eine große Aufwertung erfahren“, so Niewerths Fazit.

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