„Sinfonic-Rock-Night“
Ein besonderer Vierklang

Steinfurt -

„Ein Amerikaner in Paris“ machte seine Aufwartung , „An Englishman in New York“ schaute vorbei, Udo Jürgens hatte das ehrenwerte Haus verlassen und aus Barcelona grüßten Montserrat Caballé und Freddie Mercury – alle irgendwie natürlich nur im Geiste, aber vor allem musikalisch. Am Freitag- und Samstagabend war in der Mensa des Städtischen Gymnasiums in Borghorst heftig was los. Für diesen kulturellen Groß-Auftrieb sorgte die vierte Auflage der „Sinfonic-Rock-Night“ unter dem schillernden Motto „Sound of Planet“; veranstaltet von der Musikschule Steinfurt.

Sonntag, 08.03.2015, 21:03 Uhr

Körperstarkes Engagement, sängerische Präzision und musikalisches Hellwachsein, diese Mischung machte den Erfolg
Körperstarkes Engagement, sängerische Präzision und musikalisches Hellwachsein, diese Mischung machte den Erfolg Foto: Martin Fahlbusch

Dessen Direktorin, Dr. Barbara Herrmann, freute sich in ihrer Begrüßung über so viel kulturelles Engagement von Laien sowie Lehrern und stellte die Kooperation ihres Hauses mit kommunalen Partnern und solchen aus der heimischen Wirtschaft heraus. „Es ist ein ganz tolles Signal, das diese Veranstaltung aussendet, getragen von ganz vielen auf der Bühne – und die hinter der Bühne wollen wir natürlich auch nicht vergessen.“

Unter der souveränen Stabführung von Michael Gantke hatte sich ein ganz besonderer Vierklang zusammengefunden – weit über 100 Mitwirkende stark. Da war das große Sinfonieorchester mit Streichern, Bläsern und Schlagwerk, eine veritable Rockband, ein wirklich bunter Projektchor mit ganz viel Weiblichkeit und ein Gesangsolistenquartett mit den Sinfonic-Rock-Night erfahrenen Heide Bertram und Donovan van Waard sowie den bemerkenswerten Newcomern Helen Stegemann und Salip Tarakci.

Aber vor allem der Gesamtklang macht das Besondere dieses ehrgeizigen Projekts im wirklich guten Sinne hörbar. „Durchweg alle Titel sind genau für diese musikalische Kooperationsgemeinschaft eigens arrangiert – und die das Vorhaben tragenden Musikschulen in Nordhorn , Bielefeld und hier in Steinfurt werden für dieses kulturelle Alleinstellungsmerkmal ganz schön beneidet“, wusste Kopf, Herz und Motor dieses „Events“, Michael Gantke“ nicht ohne Stolz und viel Anerkennung für seine Mitstreiter zu berichten.

Sebastian Wenning führte in seiner frech-flapsigen Art durch den Notenwald, fand mitunter alles etwas oft „super“, „toll“ und „geil“, packte aber auch den einen oder anderen frischen Seitenhieb in Richtung Lokalpolitik aus.

Natürlich muss man am Wochenende vor dem Internationalen Frauentag die solistischen Schmankerl der Damen loben, sei es die Solovioline von Johanna Bülter und den angenehm dramatischen Gesang von Heide Bertram bei Udo Jürgens „Ich glaube“ oder eben deren gebärden-gekonnte Leitung des Projekt-Frauenchores mit vereinzelten Männern bei „Nkosi Sikelel‘ iAfrika“ oder Helen Stegemanns Performance von „Afrika“ der Popband „Toto“.

Aber auch für Slapstick war bei Lercy Anderson Streicher-Schmankerl „Typewriter“ gesorgt, als der mit sich und seinen Frackschößen kämpfende Schreibmaschinensolist erst einmal sein „Instrument“ stimmen musste. Merke: Der Kammerton „A“ entspricht auf der Typenmaschine dem großen „Ä“.

Trotzdem darf man die Gesamtleistung aller Beteiligten nicht vergessen. Im Orchester wirkten neben jungen Kräften auch jüngere und ältere Oldies mit und der beschriebene Vierklang ließ das Publikum immer wieder zu Begeisterungstürmen ausholen. Recht so!

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