192. Emmausgang gibt Prinzenschützen Kraft
Ein Vaterunser fürs Krankenhaus

Borghorst -

Beim 192. Emmausgang der Prinzen-Schützengesellschaft von 1490 trug der amtierende König der Gesellschaft, Carsten Blanke, am Ostersonntag die historische Emmauslaterne mit den drei brennenden Kerzen bis in die St.-Nikomedes-Kirche. Bei Einbruch der Dämmerung hatte der Erste Vorsitzende Kai Woltering die Lichter vor dem Vereinslokal Hotel Lindenhof mit dem Zweiten Adjutanten Stephan Knubel-Sicking und dem König entzündet.

Montag, 06.04.2015, 15:04 Uhr

Bei Einbruch der Dämmerung entzündete der Erste Vorsitzende Kai Woltering die Kerzen vor dem Vereinslokal Hotel Lindenhof mit dem König der Gesellschaft Carsten Blanke sowie dem Zweiten Adjutanten Stephan Knubel-Sicking (v.r.)
Bei Einbruch der Dämmerung entzündete der Erste Vorsitzende Kai Woltering die Kerzen vor dem Vereinslokal Hotel Lindenhof mit dem König der Gesellschaft Carsten Blanke sowie dem Zweiten Adjutanten Stephan Knubel-Sicking (v.r.) Foto: Karl Kamer

Mit Oberst Sascha Lehm-kuhl an der Spitze und begleitet von singenden Schützen, ihren Ehrengästen aus der Politik und anderen Vereinen sowie Fahnen- und Fackelträgern, führte der Weg über Dumter, Münster- und Emsdettener Straße zu dem Gotteshaus.

Dort warteten bereits die Ehrenmitglieder der Gesellschaft Fürst Christian zu Bentheim und Steinfurt und Pfarrer em. Karl Holthaus sowie die Pfarrer Holger Erdmann und Heinrich Wernsmann, um gemeinsam mit den Prinzen in das dunkle Gotteshaus zu ziehen. Kantor Markus Lehnert intonierte dabei das Prinzenlied auf der großen Fleiterorgel.

Mit dem Emmausgang erfüllten die Prinzen auch in ihrem Jubiläumsjahr zum 525-jährigen Bestehen der Gesellschaft eine selbst gestellte Auflage: Als ihnen Fürst Alexius Friedrich zu Bentheim und Steinfurt 1823 die wertvolle Laterne schenkte, versprachen sie, den Emmausgang jährlich und ohne Unterbrechung zu gehen. Der Vorsitzende betonte bei seiner Begrüßung, dass man aus dem Emmausgang die Kraft für das anstehende Jubiläum holen möchte.

Bei den traditionellen drei Vaterunser für die Verstorbenen der Gesellschaft und allen Steinfurter Schützen betete König Carsten Blanke das dritte Vaterunser für alle schwer erkrankten Menschen und den Erhalt des Krankenhauses. Pfarrer Holger Erdmann betonte während der ökumenischen Andacht, dass die Pflege des Emmausgangs auch in schweren Zeiten immer ein mutiger Schritt nach vorne gewesen sei. Er wünschte den Schützen, dass sie nach den Ostertagen durch ihn gestärkt in den Alltag gehen.

Auf dem Rückweg trug der Zweite Adjutant Stephan Knubel-Sicking den Leuchter auf der Schulter zum Vereinshaus Lindenhof zurück. Dort hielt man bis in die frühen Morgenstunden Wache, bis die letzte der drei Kerzen in der Lampe erlosch. Zwischendurch sahen sich die Schützen den Film „Borghorst meine Heimat“ an.

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