Wohnhaus am Ebel-Standort
Geister scheiden sich an der Zufahrt

Borghorst -

An die Stelle des bisherigen Modehauses Ebel an der Ecke Nikolaistraße/Emsdettener Straße in der Borghorster Innenstadt soll ein neues Gebäude errichtet werden. An sich nichts Ungewöhnliches im Zyklus der Erneuerung des Baubestandes. Indes: Obwohl in guter Geschäftslage liegend, soll in dem Neubau kein Einzelhandel, sondern ausschließlich eine Wohnfunktion realisiert werden.

Mittwoch, 17.06.2015, 14:06 Uhr

Aufgrund mangelnder Nachfrage und zahlreicher Leerstände in der City hatte sich die Politik zu diesem Weg entschlossen (unsere Zeitung berichtete). Voraussetzung ist eine Anpassung des Planungsrechts mit der Änderung von der bisherigen Kennzeichnung als Kern- in ein Mischgebiet. Entsprechende Bebauungsplanverfahren liefen derzeit, wie der Technische Beigeordnete Reinhard Niewerth am Dienstag vor dem Planungsausschuss feststellte.

Die Verwaltung will dem Investor unbürokratisch noch vor Beendigung dieses Verfahrens eine Baugenehmigung erteilen. Daher stellte Stefan Unnewehr, mit der Projektumsetzung betrauter Architekt aus Telgte, die Neubauplanung im Ausschuss vor (s. nebenstehender Bericht). Das Gremium nahm diese positiv zur Kenntnis und zeigte sich auch grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber einer vorzeitigen Baugenehmigung, bremsten es jedoch aufgrund von Bedenken, die die Zufahrt des Gebäudekomplexes betreffen. Die soll nämlich laut Unnewehr rückwärtig über eine enge Zufahrt von der Nikomedesstraße aus erfolgen. Rainer Abeling ( SPD ), sein Parteikollege Frank Müller wie auch Ingeborg Rowedda ( GAL ) kritisierten den Vorschlag. Sie verwiesen auf die Eisdiele, die in diesem Bereich ihre Außengastronomie betreibt sowie auf gefährliche Situationen mit Fahrradfahrern, die vorprogrammiert seien. „Das ist eine sehr enge Sache, das wird nicht gutgehen“, warnte Abeling.

Was tun? Einem möglichen Durchbruch durch den Neubau erteilten Unnewehr wie auch Niewerth eine Absage. Abeling hatte eine weiteren Vorschlag: Mit dem Eigentümer des Nachbargrundstücks sprechen und prüfen, ob eine Zufahrt hinter dem alten Volksbank-Gebäude erfolgen kann. Niewerth nahm diesen Arbeitsauftrag zusammen mit der positiven Kenntnisnahme der vorgelegten Planung auf, merkte aber auch an, dass bei einem Scheitern die Realisierung über die Zufahrt an der Eisdiele Anspruch auf Verwirklichung habe. Die baurechtlichen Voraussetzungen seien gegeben.

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