Konzerte in leerstehenden Ladenlokalen
Stühle mitbringen

Borghorst -

Leerstehende Ladenlokale gehören in Borghorst mittlerweile zum Stadtbild. Die Ehepaare Inge und Helmut Blees, Michael und Ulrike Siefke sowie Vera und Brian Rennie wollen sich nicht damit abfinden, dass die Innenstadt weiter dahinsiecht. Sie tun etwas dagegen, dass sich hier so gar nichts zu bewegen scheint. Die Privatinitiative bringt Leben in leere Läden, wenn auch erst einmal nur für wenige Stunden. Am 18. September (Freitag) steht von 19 bis 21.30 Uhr die „Borghorster Stuhl-Tour 2015“ auf dem Programm. Ort: das Geschäft auf dem Schilde 3, ehemals „Brillen Minnebusch“.

Freitag, 21.08.2015, 23:08 Uhr

Stühle sollten mitgebracht werden: Brian Rennie, Helmut Blees, Vera Rennie, Ulrike Siefke, Michael Siefke und Inge Blees organisieren am 18. September ein Konzert im ehemaligen Ladenlokal von „Brillen Minnebusch“.
Stühle sollten mitgebracht werden: Brian Rennie, Helmut Blees, Vera Rennie, Ulrike Siefke, Michael Siefke und Inge Blees organisieren am 18. September ein Konzert im ehemaligen Ladenlokal von „Brillen Minnebusch“. Foto: Rainer Nix

Dahinter verbirgt sich ein unterhaltsamer Abend mit der Steinfurter Band „Painted Sky“. Norbert Faßbender, Anke Bresler und Frank Piochowiak haben die Formation mit dem malerischen Namen gegründet. „Sie spielen handgemachte Pop- und Folkmusik“, versichern die sechs Initiatoren des Konzertes. Warum Stuhl-Tour? Das ist der besondere Gag bei der Sache: „Wir sorgen fürs Programm, jeder Zuhörer bringt seinen Stuhl selbst mit“, erklärt Michael Siefke . Wer will, kann die unterhaltsamen Klänge natürlich auch stehend genießen. Das Konzert wird von den Initiatoren vorfinanziert. „Der Eintritt ist frei, Spenden sind gerne gesehen“, betonen sie.

Borghorst verfügt über ein relativ bescheidenes Angebot an Musik-Events, dafür über zahlreiche Leerstände“, sagt Brian Rennie . Das und die Leerstands-Problematik führten die Initiatoren zu der Stuhl-Tour-Idee: „Wir nutzen an Locations, was vorhanden ist und zeigen: Man kann hier etwas machen“, so Rennie. Dabei ist allen klar, dass sie auf diese Weise letztlich das Grundproblem der verödenden Innenstädte nicht lösen werden. Doch immerhin lassen sich klare Zeichen setzen. Der Event am 18. September soll keine Eintagsfliege bleiben. „Wir sind bereits in Verhandlungen mit anderen Immobilienbesitzern, die ihre Räume für weitere Veranstaltungen zur Verfügung stellen“, verraten die Initiatoren. So soll es auch in Zukunft „Stuhl-Touren“ mit wechselndem Programmangebot geben. „Jeder, der einen leerstehenden Geschäftsraum wenigstens für ein paar Stunden mit Leben füllen möchte, kann sich bei uns melden“, freut sich Inge Blees auf viele Anrufer: „Alle Kleinkünstler oder Musikformationen, die sich auf einer „Stuhl-Tour“ präsentieren möchten, sind willkommen.“

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Info- und Kontakttelefon: 01 72/2 85 97 66.

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