Spannendes Schlepper-Spektakel
Hollicher Traktor-Pulling auf dem Hof Overesch erweist sich einmal mehr als Publikumsmagnet

Burgsteinfurt -

Dröhnende Motoren, wirbelnder Staub, benzin- oder besser dieselgeschwängerte Luft: Zum vierten Traktor-Pulling der Schützengesellschaft Hollich sind am Sonntag 140 Schlepper an den Start der Einhundert-Meter-Distanz gegangen. Im Schlepptau das tonnenschwere Gewicht des Bremswagens.

Montag, 24.08.2015, 12:08 Uhr

Die Reifen graben sich in den Boden, der Motor heult auf: Wie weit zieht der Schlepper den tonnenschweren Bremswagen? Das ist beim Traktor-Pulling die spannende Frage. Die jungen Besucher durften sich derweil in der Aufsitzrasenmäher-Variante üben (kl. Bild).
Die Reifen graben sich in den Boden, der Motor heult auf: Wie weit zieht der Schlepper den tonnenschweren Bremswagen? Das ist beim Traktor-Pulling die spannende Frage. Die jungen Besucher durften sich derweil in der Aufsitzrasenmäher-Variante üben (kl. Bild). Foto: Sitte

In langer Reihe warten die Traktoren der 7,5-Tonnen-Gewichtsklasse vor der Startlinie. Geduldig beobachten Fahrerteams und Zuschauer das Treiben am Bremswagen : Kühlwasser ist ausgelaufen. Die Mechaniker begeben sich fieberhaft auf Fehlersuche. Als Showeinlage für das Publikum liefern sich statt schwerer Maschinen kurzzeitig Rasenmähertrecker ein Rennen. Die Fahrer jagen mit heulenden Motoren um den Rundkurs.

Auf dem Gelände am Hof Overesch herrscht Volksfeststimmung. In flirrender Hitze sitzen die Zuschauer rund um die Arena in zu Tribünen umgebauten Anhängern, auf Decken oder in Campingstühlen. Für die Kleinen gibt es ein Schlepper-Pulling im Miniaturformat: Aufsitzrasenmäher ziehen einen umgebauten Bremswagen. Weit kommt keiner. Doch der Spaß und der gute Zweck zählen. Der gesamte Obolus aus diesen Fahrten kommt dem Kindergarten Hollich zugute.

Am Start der großen Rennstrecke kommt derweil Bewegung auf: „Wir geben das Rennen wieder frei!“ verkünden die Organisatoren über Lautsprecher. Der Bremswagen ist repariert. Ein dunkelgrüner Schlepper , Marke Fendt , setzt sich in Bewegung. Die ersten 30 Meter zieht der Traktor den Bremswagen scheinbar mühelos. Doch das mobile Gewicht auf dem angehängten Fahrzeug schiebt sich stetig nach vorn. Immer schwerfälliger überwindet das Ackergerät den Raum; die riesigen Reifen hinterlassen tiefe Furchen im weichen Boden. Noch ein kurzer Ruck und – dann geht nichts mehr. Die Digitalanzeige leuchtet auf. 86,54 Meter hat der Traktor mit seinem Besitzer aus Schüttorf geschafft. Eine beachtliche Distanz. Nicht schnödes Vollgas geben ist der Trick für eine gute Platzierung, sondern Feingefühl in der Fahrweise, Technikverstand und der optimale Reifendruck.

Die Schlepper messen in neun Gewichtsklassen ihre Kräfte. Auf dem Gelände hinter den Tribünen warten leichte Traktoren neben wahren Riesenmaschinen auf ihren Auftritt. Für die große Klasse bis 13,5 Tonnen beschweren die Fahrer ihre Trecker mit zusätzlichen Gewichten.

Bereits am Vorabend hatten die neun Hollicher Nachbarschaften im internen Wettkampf um die begehrten Pokale gekämpft. Den Sieg im „Hoekeziehen“ sicherte sich der „Bieckwilms­hoek“, auf den Plätzen zwei und drei landeten „Dicken End“ und „Tiggelhoek“.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3463657?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F4852168%2F4852173%2F
Nachrichten-Ticker