Ausschuss vertagt Satzungsbeschluss
Arning-Pläne bereiten „Bauchschmerzen“

Burgsteinfurt -

Mit der vom Investor, dem Bauunternehmen Arning, erhofften schnellen Umsetzung des Bauprojekts auf dem ehemaligen VEW-Gelände zwischen Friedrich-Hofman- und Rohdewaldstraße wird es vorerst nichts: Der der Planung zugrunde liegende und zur Satzungsreife gebrachte Bebauungsplan „Bahnhof Burgsteinfurt“ fand am Dienstag im Planungsausschuss keine Zustimmung. Im Gegenteil: Es hagelte Kritik.

Mittwoch, 11.11.2015, 14:11 Uhr

Fand im Ausschuss wenig Akzeptanz: Der vorgelegte Grünordnungsplan zum Bebauungsplan „Bahnhof Burgsteinfurt“.
Fand im Ausschuss wenig Akzeptanz: Der vorgelegte Grünordnungsplan zum Bebauungsplan „Bahnhof Burgsteinfurt“. Foto: Planungsgruppe Rein

Im Zentrum stand dabei das Bauunternehmen Arning selbst. „Es handelt sich hier um einen typischen Arning-Plan: Er ist gewinnoptimiert, berücksichtigt aber zu wenig ökologische Belange“, stellte Rainer Abeling ( SPD ) fest. Der vorgelegte Grünordnungsplan weise erhebliche Mängel auf. In die gleiche Kerbe schlug Arnold Schumacher (Grüne): Es sei bei der Planung ein wirtschaftliches Optimum herausgeholt worden, das zu Lasten der Anwohner ginge. „Wir haben erhebliche Bauchschmerzen und beantragen daher eine Vertagung des Themas in den Umweltausschuss“, kündigte Schumacher an.

Für die Freien Wähler erneuerte Prof. Dr. Hartmut Hepcke nicht nur seine Bedenken hinsichtlich der Entwässerung des Areals aufgrund des hohen Versiegelungsgrads. Er stellte zusammen mit dem Fraktionsvorsitzenden Dr. Reinhold Dankel auch einen Antrag, mit dem der Investor verpflichtet werden soll, Maßnahmen zu ergreifen, um eine übermäßige Belastung des Kanalsystems mit Niederschlagswasser zu vermeiden.

Sichtlich erregt ob der Flut an Einwänden zeigte sich der Technische Beigeordnete Reinhard Niewerth. „Wir beraten seit rund anderthalb Jahren in dieser Sache, wir haben ihnen neun Planvarianten ausgearbeitet, es sind Entscheidungen gefallen und jetzt kommen Sie mit all diesen Dingen. Das ist ja bald lustig“, echauffierte er sich. Nach weiteren, teils sehr emotional geführten Diskussionen vertagte der Ausschuss schließlich das Thema, wie von den Grünen vorgeschlagen, zur weiteren Beratung in den Umweltausschuss.

Einen – zumindest aus Sicht der CDU – erfreulichen Punkt gab es dann aber doch noch: Im Rahmen des Bauprojekts werden sechs Plätze für Glascontainer in Unterflurtechnik installiert. „Das Unternehmen Arning baut entsprechende Betonkörper ein“, kündigte Niewerth an. Die Bereitstellung der Container selbst soll mit dem Entsorgungsunternehmen abgesprochen werden.

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