Steinfurter Geschichtstag
Von Steinfurt in die Welt

Burgsteinfurt -

Nach „Jüdisches Leben“ und „100 Jahre Erster Weltkrieg“ nun „Von Steinfurt in die Welt – Auswanderer“: Die Vorbereitungen für den dritten Steinfurter Geschichtstag am 9. und 10. April 2016 (Samstag und Sonntag) laufen auf Hochtouren.

Freitag, 11.12.2015, 21:12 Uhr

Gemeinsam etwas Großes auf die Beine stellen: Bei der Organisation des Steinfurter Geschichtstags kann Dr. Peter Krevert (4.v.l.) vom Kulturforum auf viele Helfer bauen. Unter anderem werden von der Jugendwerkstatt der Ev. Jugendhilfe zwei Holzobjekte hergestellt, die, im Vorfeld im öffentlichen Raum aufgestellt, auf die Veranstaltung aufmerksam machen sollen.
Gemeinsam etwas Großes auf die Beine stellen: Bei der Organisation des Steinfurter Geschichtstags kann Dr. Peter Krevert (4.v.l.) vom Kulturforum auf viele Helfer bauen. Unter anderem werden von der Jugendwerkstatt der Ev. Jugendhilfe zwei Holzobjekte hergestellt, die, im Vorfeld im öffentlichen Raum aufgestellt, auf die Veranstaltung aufmerksam machen sollen. Foto: rs

Nach „Jüdisches Leben“ und „100 Jahre Erster Weltkrieg“ nun „Von Steinfurt in die Welt – Auswanderer“: Die Vorbereitungen für den dritten Steinfurter Geschichtstag am 9. und 10. April 2016 (Samstag und Sonntag) laufen auf Hochtouren. Dr. Peter Krevert vom Kulturforum, Hauptorganisator und Leiter der Projektgruppe, stellte am Donnerstag den aktuellen Programmstand der Veranstaltung, für die Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer die Schirmherrschaft übernommen hat, vor.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, sowohl die Zahl der Kooperationspartner als auch deren Qualität zu steigern“, sagte Krevert beim Pressetermin in der Jugendwerkstatt der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland an der Goldstraße. Der Ort für den Vorstellungstermin war nicht ohne Grund gewählt: Ist doch die Jugendwerkstatt einer der Unterstützer des Geschichtstages – und das nicht nur ideologisch, sondern im wahrsten Sinne auch zupackend: Denn Jugendliche, die in der Werkstatt betreut werden, bauen derzeit unter der Leitung von Peter Schmitz zwei auswanderertypische Objekte aus Holz: Einen Koffer und ein Schiff. Beide werden im Vorfeld des Veranstaltungstermins vier Wochen lang im öffentlichen Raum beider Stadtteile aufgestellt, um so auf das Event aufmerksam zu machen, kündigte Krevert an. Danach sollen sie zugunsten der Arbeit der Evangelischen Jugendhilfe versteigert werden.

Zum Geschichtstag selbst erwartet die Besucher ein umfangreiches Programm. „Die Veranstaltung hat sich von einem Einzelevent zu einem ganzen Veranstaltungsreigen gewandelt“, stellte Krevert nicht ohne Stolz fest. Geplant sind unter anderem Vorträge, Interviews, Talkrunden und Ausstellungen (s. Infokasten), die die verschiedensten Aspekte des Themas beleuchten und auch die aktuelle Flüchtlingssituation nicht außer Acht lassen.

Das Thema hat sich dabei als so vielschichtig erwiesen, das auch im Nachgang noch weitere Veranstaltungen geplant sind. Dazu gehören unter anderem eine Fotoausstellung von Klaus Wessels und eine Fahrt zum Auswanderermuseum nach Bremerhaven unter Führung von Günther Gromotka. In Vorbereitung ist zudem die Aufführung eines plattdeutschen Auswanderersketches der Niederdeutschen Bühne und die Organisation einer Kochshow mit typischen Gerichten aus Haupteinwanderungsländern wie zum Beispiel USA, Brasilien oder auch die Niederlande.

Krevert machte deutlich, dass das Programm zum dritten Steinfurter Geschichtstag noch nicht abschließend ausgearbeitet ist. Weitere Zeitzeugen und Mitwirkende, die sich mit Ideen, Fotos, Dokumenten oder Veranstaltungsbeiträgen einbringen wollen, seien willkommen. Das gilt im Übrigen auch für die vierte Auflage, die für Februar 2018 in Planung ist und deren Thema bereits feststeht: „Die Geschichte der Steinfurter Städtepartnerschaften mit Rijssen (NL), Liedekerke (B) und Neubukow (D)“. Anregegungen nimmt Krevert unter Telefon 0 25 51/1 48 17 entgegen.

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