Konzert von Bataafs Symfonie Orkest und Projektchor der Evangelischen Kirchengemeinde
Hörerlebnis über Grenzen hinweg

Burgsteinfurt -

Das war für einen schon vorfrühlingshaften späten Samstagnachmittag eine lohnende Gelegenheit und Einladung, der Großen Kirche in Burgsteinfurt einen Besuch abzustatten: In einer grenzüberschreitenden musikalischen Kooperation hatte sich das Bataafs Symfonie Orkest Den Haag mit einem Projektchor der Evangelischen Kirchengemeinde Burgsteinfurt zusammengefunden, um ein wahrhaft blütenreiches Konzertprogramm vorzustellen.

Sonntag, 03.04.2016, 12:04 Uhr

Konzentrierte Chorleistung: Niederländische Musiker und deutsche Sänger luden zu einem anwechslungsreichen Programm in die Große Kirche nach Burgsteinfurt ein. Auch Sopranistin Jatti Prießnitz überzeugte.
Konzentrierte Chorleistung: Niederländische Musiker und deutsche Sänger luden zu einem anwechslungsreichen Programm in die Große Kirche nach Burgsteinfurt ein. Auch Sopranistin Jatti Prießnitz überzeugte. Foto: Martin Fahlbusch

Im Raum vor dem Altar platzierten sich zu Beginn die Sänger, um unter der ruhigen und einfühlsamen Leitung von Dr. Tamás Szöcs, dem Kreiskantor des evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken, den Choral „Verleih‘ uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy (nach einem Luthertext) vorzustellen. Der Beifall der Zuhörer in dem gut besetzten Kirchenraum war der anerkennende Lohn für eine konzentrierte Chorleistung.

Nach den einführenden Worten von Dr. Peter Gramberg, der, wiewohl er schon lange in Steinfurt lebt und arbeitet, mitunter noch in dem Orchester aus Den Haag Cello spielt, hatte zusammen mit der Burgsteinfurter Kantorin Simone Schnaars diese musikalische Spielgemeinschaft befördert. Für die Musiker des Bataafs Symfonie Orkest war der Kirchenraum eine besondere Herausforderung. So stellte man die Holz- und Blechbläser getrennt hinter die Kirchenbänke, die um den mittig aufgestellten Altar gruppiert sind. Der zwischen den Bläsergruppen positionierte Dirigent Arne Visser sorgte mit motivierenden und wegen des zu überbrückenden Raumes großen Bewegungen dennoch für ein geschlossenes Hörerlebnis . So wurde eine Art Tanzfolge „Danserye“ mit mittelalterlicher Trommelbegleitung aufgeführt, die von dem möglicherweise in Soest 1510 geborenen Renaissance-Komponisten Tielman Susato stammt, der später in Holland und Schweden wirkte.

Auch die Orgelbühne wurde zum Spielort. Hier glänzte neben Simone Schnaars an der Orgel und dem Soli-Violinisten Erik Herber der schlanke und gut geführte Sopran von Jatti Prießnitz, die zwei deutsche Arien von Georg Friedrich Händel gut durchhörbar und aufmerksam begleitet gestaltete. Diese wiederum umrahmten den Chor „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ aus dem Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn, den Simone Schnaars – gesungen vom deutschen Chor und gespielt von niederländischen Musikern – engagiert dirigierte. Der Lettner in der Großen Kirche stellt nicht nur optisch, sondern auch akustisch besondere Anforderungen an Musiker. Diese Aufgabe löste das Bataafs Symfonie Orket Den Haag unter seinem Dirigenten Arne Visser eindrucksvoll, als es das nicht immer schlüssige Frühwerk des zehnjährigen Wolfgang Amadeus Mozart „Galimathias musicum“ bewältigte.

Besonders eindrucksvoll gelang dann das am Schluss gespielte „Halleluja“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel, als Chor und Orchester von Arne Visser präzise geführt wurden.

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