„Nacht der offenen Kirche“ der Evangelischen Gemeinde Burgsteinfurt
Viele Nationen kommen zusammen

Steinfurt -

Begegnung und Austausch über alle Sprachbarrieren hinweg stand am Samstag bei der „Nacht der offenen Kirche“ der Evangelischen Gemeinde Burgsteinfurt im Mittelpunkt. So versammelten sich viele Nationen in der „Großen Kirche“, um gemeinsam Chorgesang zu erleben, zu essen, zu trinken, zu spielen sowie den Film „Monsieur Claude und seine Töchter“ anzuschauen.

Montag, 16.05.2016, 16:05 Uhr

Ein gemeinsames Essen gehörte am Samstagabend dazu.
Ein gemeinsames Essen gehörte am Samstagabend dazu. Foto: Rainer Nix

Ulrike Wanink sprach einführende Worte. Kantorin Simone Schnaars leitete den Projektchor mit internationalen Sängerinnen und Sängern unter anderem aus dem Kirchenchor, aus Syrien , dem Irak und Afghanistan. Gemeinsam mit dem Publikum sangen sie „Happy Birthday“ und feierten damit den Geburtstag der Kirche, der auf das Pfingstfest datiert wird. Dies geht zurück auf die biblische Erzählung des „Turmbaus zu Babel“ (Genesis 11, 1-9). Zu Pfingsten gab der Heilige Geist den Menschen die Gabe, fremde Sprachen zu verstehen und zu sprechen zurück, nachdem sie ihnen einst genommen worden war. So konnte sich das Christentum durch die Jünger Jesu überall verbreiten, die christliche Kirche war geboren.

So sang der Projektchor zu Beginn das namibische Begrüßungslied „Kommet und feiert mit uns…“ Anschließend trugen die Mitglieder mehrere Artikel aus den Menschenrechten vor, die der Musiker und Pädagoge Axel Christian Schulz vertonte. „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten“, heißt es in Artikel 1, mit dessen Vortrag der Chor ein Zeichen setzte. „Heute geht es darum, dass wir uns begegnen und Sprachbarrieren nicht stören“, begrüßte Ulrike Lagemann das Publikum. Gemeinsam mit Ulrike Wanink hatte sie die Nacht der offenen Kirche vorbereitet. So gab es für Kinder und Erwachsene Gelegenheit, sich bei Gesellschaftsspielen auszutauschen und die Pfingstgeschichte mal auf ganz andere Art zu sehen und zu hören. Lagemann inszenierte sie mit kleinen Holzfiguren und berichtete von der Begeisterung der Menschen, als es – symbolisch betrachtet – erst dunkel war und dann hell wurde. Bunte, flexible „Heulrohre“ wurden verteilt, die das Publikum rotieren ließ und damit Windgeräusche nachahmte. So brachten sich Viele in die Gestaltung der Erzählung ein.

Der Abend, an dessen Ende die farbige Ausleuchtung des Kirchenschiffs stand, war eine gute Gelegenheit zum interkulturellen Austausch ohne Vorurteile. „Wir haben in fünf Sprachen Ankündigungs-Plakate gedruckt, um möglichst viele Menschen zu erreichen“, so Lagemann.

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