Neue Serie, Teil 1: Regionale Spezialitäten
Weiße Stangen sind ein Stück Heimat

Steinfurt -

Was ist Heimat? Warum leben Sie gerne hier? Das wollen wir in einer neuen Serie in Kooperation mit der Steinfurt Touristik und der Symphonie des Münsterlandes wissen: „Mein Herz schlägt für Steinfurt“ – und zeigen, was die neue Steinfurter Marke „Symphonie des Münsterlands“ ausmachen kann. In der ersten Folge sind wir Rezepten von hier auf der Spur, in der Küche des Posthotels Riehemann.

Montag, 30.05.2016, 16:05 Uhr

Liebt es klassisch: Küchenchef und Hotel-Inhaber Paul Riehemann mag Spargel am liebsten schlicht mit Butter und gekochtem Schinken. Für unsere Serie präsentiert er Spargel an einem Kalbsschnitzel mit Morchelrahmsauce und neuen Kartoffeln.
Liebt es klassisch: Küchenchef und Hotel-Inhaber Paul Riehemann mag Spargel am liebsten schlicht mit Butter und gekochtem Schinken. Für unsere Serie präsentiert er Spargel an einem Kalbsschnitzel mit Morchelrahmsauce und neuen Kartoffeln. Foto: Linda Braunschweig

Es ist eines der regionalen Produkte des Münsterlandes schlechthin und für viele ein Stück Heimat: der Spargel . Für Paul Riehemann ist deshalb klar: Wenn das Königsgemüse auf den Tisch kommt, muss es von hier sein. Die weißen Stangen sind mit ein Grund, warum sich der Küchenmeister und Inhaber des Posthotels Riehemann auch kulinarisch in Steinfurt sehr wohl fühlt. „Mai und Juni sind meine Lieblingszeit“, sagt er. Denn dann hat auch das Königsgemüse Saison. Und jedem Gast, der noch rätselt, ob er – vielleicht schon wieder – Spargel auswählt, kann Riehemann nur zuraten. Denn: „An 320 Tagen im Jahr gibt‘s den nicht.“ Die meisten wissen das auch zu schätzen. „Spargel geht immer sehr gut“, sagt Riehemann. Auch wenn das Hotel keinen regelmäßigen Restaurationsbetrieb hat, bietet Riehemann Spargelbuffets, Menus und Kochkurse an.

Mein Herz schlägt für Steinfurt: Teil I, Spargelküche

1/18
  • Hotelier und Küchenchef Paul Riehmann fühlt sich auch kulinarisch in Steinfurt sehr wohl – vor allem im Mai und Juni, wenn der Spargel Saison hat.

    Foto: Linda Braunschweig
  • Hotelier und Küchenchef Paul Riehmann fühlt sich auch kulinarisch in Steinfurt sehr wohl – vor allem im Mai und Juni, wenn der Spargel Saison hat.

    Foto: Linda Braunschweig
  • Hotelier und Küchenchef Paul Riehmann fühlt sich auch kulinarisch in Steinfurt sehr wohl – vor allem im Mai und Juni, wenn der Spargel Saison hat.

    Foto: Linda Braunschweig
  • Hotelier und Küchenchef Paul Riehmann fühlt sich auch kulinarisch in Steinfurt sehr wohl – vor allem im Mai und Juni, wenn der Spargel Saison hat.

    Foto: Linda Braunschweig
  • Hotelier und Küchenchef Paul Riehmann fühlt sich auch kulinarisch in Steinfurt sehr wohl – vor allem im Mai und Juni, wenn der Spargel Saison hat.

    Foto: Linda Braunschweig
  • Hotelier und Küchenchef Paul Riehmann fühlt sich auch kulinarisch in Steinfurt sehr wohl – vor allem im Mai und Juni, wenn der Spargel Saison hat.

    Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig
  • Foto: Linda Braunschweig

In dritter Generation führen Paul Riehemann und seine Frau das Posthotel, das jüngst erneut mit drei Sternen ausgezeichnet wurde. Die Familie ist in Borghorst fest verwurzelt. Ihren Gästen bieten die Riehemanns gerne Produkte von hier an. Dabei musste sich der Küchenchef an dicke Bohnen mit Bratwurst auf der Karte erst gewöhnen. Die Spargelzeit liefert da die feineren Möglichkeiten. Riehemann selbst mag die weißen und grünen Stangen am liebsten ganz klassisch: „Mit zerlassener Butter, gekochtem Schinken und neuen Kartoffeln.“ Quasi ein Münsterländer und damit auch Steinfurter Herzensgericht. Heute aber soll es etwas Besonderes sein: Deshalb greift Riehemann auch zu Morcheln, Kalbsschnitzel und Cognac.

Übrigens ist die Spargelzubereitung etwas, das ein Münsterländer Koch können muss: In der Spargelzeit ist sie Teil der Abschlussprüfungen in der Ausbildung für die Meister am Herd. Paul Riehemann als Mitglied der Prüfungskommission hat da schon manchen schwitzen sehen. Der Spargel muss auf den Punkt gegart sein. Zwölf bis 13 Minuten steht der Topf in Riehemanns Küche an diesem Tag auf dem Herd, die Spitzen weich, der Rest mit ein wenig Biss – perfekt. Die Panade der Kalbsschnitzel wirft Blasen und die Morcheln liefern das Aroma. Insgesamt bleibt der Spargel aber der Mittelpunkt. Das schätzt auch der Küchenmeister. Hin und wieder hat er schon neue Kreationen entworfen, überbackenes Königsgemüse etwa. „Aber das ist dann nicht mehr Spargel“, findet Riehemann.

Ein weiterer Grund, warum das Herz kulinarisch vor allem im Mai und Juni für die Region schlägt, ist saftig und rot. Auch die Erdbeeren wollen mit ein wenig Liebe behandelt werden: Vorsichtig waschen und erst kurz vor dem Verzehr zuckern, sonst werden sie matschig, rät Riehemann. Ebenso wie beim Spargel gilt für ihn: Die schmecken von hier am besten. Wenn die süßen Früchtchen – dieses Mal mit Orangensauce – auf dem Tisch stehen, ist klar: Das ist Heimat.

Zum Thema

Wir suchen Ihre Geschichten zu Steinfurt: Besondere Orte, bemerkenswerte Produkte oder Traditionen, interessante Gerichte, Handwerkskunst – wenn Ihnen etwas einfällt, schreiben Sie uns: redaktion.bor@wn.de. Teilnehmer haben die Chance, attraktive Preise zu gewinnen.

...
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4044110?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F4852155%2F4852163%2F
Genehmigung ja – aber viele offene Fragen
Das Windrad in Loevelingloh, hier ein Foto aus der Zeit der Abschaltung, ist am 4. Oktober wieder ans Netz gegangen. Seitdem flammt auch wieder die Lärmschutzdebatte in der Nachbarschaft auf.
Nachrichten-Ticker