Testfahrten bei Steinfurter Campus-Dialog
E-Mobilität ist auf dem Vormarsch

Steinfurt -

Für die Forscher und Praktiker in der Steinfurter Fachhochschule steht längst fest: Die E-Mobilität ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Die Verkehrswende kommt.

Dienstag, 05.07.2016, 16:07 Uhr

Einmal mit einem BMW i8 die Kurve kratzen. Bei den Testfahrten am Montagabend auf dem FH-Gelände war das möglich. Für die kleineren E-Gefährte gab es auch schon mal Hilfestellung, um das Gleichgewicht zu halten.
Einmal mit einem BMW i8 die Kurve kratzen. Bei den Testfahrten am Montagabend auf dem FH-Gelände war das möglich. Für die kleineren E-Gefährte gab es auch schon mal Hilfestellung, um das Gleichgewicht zu halten. Foto: Drunkenmölle

Wie die neusten Entwicklungen immer mehr den Alltag bestimmen, welche Lösungen bereits Marktreife besitzen, wie praktikabel und alltagstauglich die Techniken sind, aber auch, wo Schwachstellen liegen und warum die Akzeptanz der Zukunftstechnologien in der Bevölkerung noch so zurückhaltend ist – Antworten auf diese und viele weitere Fragen hat der „Steinfurter Campus-Dialog“ am Montagabend vor und im großen Hörsaal der Steinfurter Fachhochschule gegeben.

Bei der Fortsetzung der gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Fachhochschule und Kulturforum skizzierte Prof. Dr. Christof Wetter vom FH-Fachbereich Energie-Gebäude-Umwelt, zugleich Leiter des E-Mobilitätszentrums der FH, wie E-Mobilität die Verkehrswende einleitet. Grundsätzlich stehe dieser Entwicklung nichts mehr im Wege, verwies Prof. Wetter auf die Fortschritte in Forschung und Industrie, die ganz neue Möglichkeiten, Märkte und Sichtweisen eröffnet hätten.

Wetters Vortrag war die Möglichkeit vorausgegangen, auf dem Hochschulgelände E-Bikes, E-Roller und Elektroautos zu testen. Zur Verfügung standen die Modelle BMW i8, Tesla S, Peugeot Partner Electric und Opel Ampera. Wer sich selber einmal an Steuer oder den Lenker setzen wollte, musste sich in der Warteschlange anstellen, bis er an der Reihe war, eine Runde drehen zu können. Viele Fahrer waren vom einfachen Handling überrascht. Für denjenigen, der bislang mit einem knatternden Dieselklopfer unterwegs war, war insbesondere das nahezu geräuschlose Dahingleiten der Pkw gewöhnungsbedürftig. Einige Fahrer drückten auf die Hupe, um überhaupt auf ihr nahendes Fahrzeug aufmerksam machen oder Fußgänger warnen zu können.

Betont wurde von allen Fahrzeug-Anbietern die Zuverlässigkeit der Technik. Insbesondere die Batterien würden heute immer größere Reichweiten ermöglichen. Und auch das Netz an Ladestationen würde ständig dichter. Elektroautos seien, wenn sie mit Strom aus regenerativen Quellen angetrieben werden, nicht nur umweltschonend, sondern auch deutlich preiswerter im Unterhalt als Motoren, die mit Benzin oder Diesel angetrieben werden.

Wetter begrüßte in diesem Zusammenhang, dass die staatliche Kaufprämie von 4000 Euro den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität fördert. Das gesamte Paket gebe Hoffnung, dass Elektromobilität anders wahrgenommen werde und es zu einem zusätzlichen Aufschwung komme.

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