Kunstausstellung mit Werken von Bernhard Hüsken
Malen aus der Erinnerung

Burgsteinfurt -

Seit Samstag stellt Bernhard Hüsken eine Auswahl seiner Werke beim Steinfurter Kunstverein im Huck-Beifang-Haus aus. Hüsken ist ein Natur-Talent in mehrfacher Hinsicht.

Sonntag, 17.07.2016, 13:07 Uhr

Typische Motive aus seiner näheren Umgebung hat Bernhard Hüsken für die Ausstellung im Burgsteinfurter Huck-Beifang-Haus ausgewählt. Das kleine Bild zeigt den Künstler mit einer Besucherin der Vernissage und der Metallskulptur „Auf dem Weg nach oben“.
Typische Motive aus seiner näheren Umgebung hat Bernhard Hüsken für die Ausstellung im Burgsteinfurter Huck-Beifang-Haus ausgewählt. Das kleine Bild zeigt den Künstler mit einer Besucherin der Vernissage und der Metallskulptur „Auf dem Weg nach oben“. Foto: Claudia Mertins

„Wer dieser Tage die münsterländische Parklandschaft garantiert trockenen Fußes und sozusagen komprimiert erkunden möchte, der besuche diese Ausstellung.“ Dieser Satz aus Barbara Gaux´ einführenden Rede trifft den Schwerpunkt der ausgestellten Arbeiten, nämlich die vielen Landschaftsbilder, die wie großformatige, goldgerahmte Postkarten die Wände des Huck-Beifang-Hauses schmücken. Der in Horstmar-Leer lebende Künstler hat dafür typische Motive aus seiner näheren Umgebung gewählt: alte Scheunen unter knorrigen Bäumen, idyllische Blumenwiesen, Wald- und Feldwege und auch ein paar Stadtansichten beispielsweise aus Steinfurt .

Erstaunlich ist, dass Bernhard Hüsken diese detailgetreuen Motive allein aus der Erinnerung malt. Er muss zu den Menschen gehören, die ein fotografisches Gedächtnis haben und die die Natur so in und auswendig kennen, dass er vor der Leinwand genau weiß, was er tut. Und so beschreibt er seine Passion auch: „Malen ist ganz einfach, man muss nur wissen, welcher Farbpunkt auf dem Bild wohin gehört“, sagt er mit einem verschmitzten Lächeln.

Dass es nicht immer ganz so leicht ist, verschweigt er aber auch nicht. An manchen Bildern hat er viele Monate gemalt und um in Mal-Stimmung zu kommen, braucht es mitunter mehrere Vorbereitungsstunden.

Vor über 50 Jahren hat Hüsken die Malerei zu seinem Hobby erkoren, unter anderem angeregt durch den in Burgsteinfurt lebenden Maler Wim Mulders. Wie dieser kaufte er seine ersten Ölfarben und Leinwände im ehemaligen Tapeten-Geschäft Lückerath und legte dann einfach los. Bis auf einen VHS-Kurs zum Thema „Porträtmalerei“ ist Bernhard Hüsken ein echter Autodidakt, der sich immer wieder mit neuen Techniken beschäftigt und weiterentwickelt hat und das Huck-Beifang-Haus mit überraschend vielfältigen Arbeiten füllt.

Neben den Ölbildern finden die Besucher Drucke, Aquarelle, Zeichnungen und viele Metall-Skulpturen, die der Betriebsschlosser vor allem nach seiner Pensionierung angefertigt hat und die immer auch eine Botschaft in sich tragen. Gerne tauscht er sich mit anderen Künstlern aus und gründete den Horstmarer Kunstvereins 050505 mit.

Musikalisch wurde die Vernissage mit selbst geschriebenen Liedern von Hannah und Alena Gaux gestaltet, ihre Mutter Barbara Gaux hielt die Eröffnungsrede.

Hüsken bedankte sich für die Unterstützung des Steinfurter Kunstvereins, der dieser Ausstellung im Rahmen der privaten Sommerausstellungen ermöglicht.

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Die Ausstellung ist vom 17. bis 31. Juli samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr und mittwochs von 14 bis 17 Uhr im Huck-Beifang-Haus, Hahnenstraße 8, geöffnet. Eintritt frei.

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