In sozialen Netzwerken wird über Zustand diskutiert / Stadt reagiert
Friedhof Haselstiege erntet Kritik

Borghorst -

Der Zustand der öffentlichen Flächen und Wege auf dem Friedhof Haselstiege ist offenbar für einige Besucher ein Ärgernis. Das spiegelt jetzt auch eine Diskussion in den sozialen Medien wider. Dort werden unter anderem zu viel Unkraut und unebene Wege bemängelt.

Donnerstag, 11.08.2016, 17:08 Uhr

Ein Teil der Wege des Friedhofs ist nicht im besten Zustand. Aber längst nicht alle Besucher ärgern sich darüber.
Ein Teil der Wege des Friedhofs ist nicht im besten Zustand. Aber längst nicht alle Besucher ärgern sich darüber. Foto: Linda Braunschweig

In einer Borghorster Facebook-Gruppe wird in einem Beitrag kritisiert, dass an den Urnengräbern „überall Gras und Unkraut wächst“ und von der Stadt „nichts getan“ werde, um dies zu beseitigen. „Für uns alle ist das mal die letzte Station. Kann man sowas nicht in Ordnung halten?“, heißt es dort. Andere pflichten dem bei. Die Wege seien uneben und ungepflegt, für Menschen mit Rollatoren nur sehr schlecht begehbar. Mit ihrer Kritik hatten sich die Nutzer auch an Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer gewandt.

Beschwerden, die Christa Avenhuis nicht nachvollziehen kann. Die 80-Jährige hat an diesem Mittwochvormittag mit ihrem Rollator das Grab ihrer Familie besucht. Die Seniorin lobt die Ruhe auf dem Friedhof und ist auch mit dessen Wegen zufrieden. Auch ein älteres Ehepaar, das gerade mit der Grabpflege beschäftigt ist, sieht keinen Anlass für Kritik. Eine weitere Friedhofsbesucherin betont allerdings, dass die Anlage früher besser gepflegt gewesen sei. Ein Teil der Wege sei in keinem guten Zustand und herabgefallene Ästen und Unkraut würden nicht regelmäßig entfernt.

Am Mittwoch allerdings war der Rasenmäher im Dauereinsatz. Mitarbeiter des Bauhofs beseitigten unter anderem das kritisierte Unkraut und langes Gras zwischen den Urnengräbern.

Auf dem Friedhof bestehe Handlungsbedarf, sagt dazu Reinhard Niewerth , Technischer Beigeordneter der Stadt Steinfurt. Die Situation dort sei auch im Rathaus beziehungsweise beim Baubetriebshof immer wieder Thema. Der Zustand der Wege an der Haselstiege sei schlechter als auf dem Friedhof Königsallee. Auch müsste der Grünsammelplatz eigentlich besser vom Rest des Friedhofs abgeschottet sein. Beides scheitere am Geld. Gleiches gelte für den Personaleinsatz zur Pflege. Der Bauhof komme einfach nicht immer hinterher. „Wir arbeiten daran, die schlimmsten Zustände zu beseitigen“, so Niewerth.

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