Kirchen wollen Zeichen setzen
Buntes Fest statt Pfeifkonzert

Steinfurt -

Die Kirchen in Steinfurt wollen gemeinsam ein Zeichen setzen: Wenn Frauke Petry, Bundessprecherin der Alternative für Deutschland (AfD), am Freitag (25. November) im Ludwigshaus spricht, laden sie zeitgleich zu einem „Fest der Kulturen“ auf den Markt in Burgsteinfurt ein.

Dienstag, 22.11.2016, 20:00 Uhr aktualisiert: 23.11.2016, 12:09 Uhr

Quasi über Nacht haben Kreisdechant Markus Dördelmann und die evangelischen Pfarrer Holger Erdmann, Guido Meyer-Wirsching und Hans-Peter Marker die Idee dazu umgesetzt – und sie hoffen dabei auf die Unterstützung aller Vereine und Verbände: „Wir wollen zeigen, wie friedlich die Menschen unterschiedlicher Nationalitäten in unserer Stadt zusammenleben“, sagt Dördelmann. Er ist überzeugt, dass eine Gegendemonstration wenig bringt: „Denen, die politisch verunsichert sind, hilft kein Pfeifkonzert.“ Vielmehr werden die Steinfurter aufgefordert, in kurzen Botschaften und Statements deutlich zu machen, wie gut die Integration vor Ort funktioniert. „Wir lassen uns keine gesellschaftliche Spaltung herbeireden“, wehrt sich Meyer-Wirsching gegen anderslautende Auffassungen: „Viele Ehrenamtliche engagieren sich in unserer Stadt für ein gutes Miteinander aller.“

Beginn ist um 18.30 Uhr mit einer ökumenischen Andacht in der evangelischen Kleinen Kirche. Anschließend soll bis 22 Uhr auf dem Markt gefeiert werden. Jeder wird gebeten, einen Beitrag für das Büfett mitzubringen.

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Unterdessen hat auch die Steinfurter SPD angekündigt, dass sie sich am Freitagabend an einem Infostand im Bereich Blücherstraße/Horstmarer Straße für ein friedliches Zusammenleben einsetzen will.

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