Marienhospital nimmt an Modellprojekt zur Telemedizin teil
Ärzte werden per Video zugeschaltet

Borghorst -

Das kürzlich vom Universitätsklinikum Münster übernommene Marienhospital wird künftig verstärkt mit Ärzten anderer Krankenhäuser und Spezialisten zusammenarbeiten, wenn es um die Versorgung von Patienten auf der Intensivstation geht. Dazu greifen die Mediziner auf Video-Kommunikation zurück.

Mittwoch, 23.11.2016, 20:11 Uhr

 
  Foto: dpa-tmn

Der Aufbau eines telemedizinischen Netzwerks im Münsterland ist Teil eines dreijährigen Modellprojekts . Dies wird mit 20 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds der Krankenkassen ab 2017 finanziert. Dr. Ulrich Ruta , Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKM Marienhospital Steinfurt, begrüßt das Projekt: „Neben dem Austausch medizinischer Daten können wir zusätzlich über einen Videokanal Kontakt zu unseren Kollegen im UKM in Münster aufnehmen.“

Die Video-Kommunikationsverbindung ermögliche, dass die Ärzte unabhängig vom Krankenhaus, in dem sich der Patient aktuell befindet, gemeinsam einen Patienten versorgen. Dr. Ruta: „Die Telemedizin versetzt uns beiderseitig in die Lage, Patienten gemeinsam über den gesamten Behandlungsverlauf zu betreuen. Dieser Aspekt gewinnt im Rahmen der kürzlich begründeten Kooperation zunehmend an Bedeutung, da die Anzahl der gemeinsam versorgten Patienten steigen wird.“

Das Marienhospital verfügt schon seit 2010 über Erfahrungen mit der Telemedizin bei der Schlaganfalldiagnostik und -behandlung. Zuvor seien alle Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall direkt ins UKM nach Münster gebracht worden, erklärt Stefan Schonhoven, Pressesprecher des Marienhospitals. Seit 2010 könnten Ärzte aus Münster per Video zugeschaltet werden. „Der Vorteil ist, dass wir den Patienten wohnortnah behandeln können und die Therapie ohne den Weg nach Münster direkt beginnen kann“, sagt Schonhoven. „Das hat sich bewährt.“ 

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4454481?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F4852155%2F4852157%2F
3,5 Jahre Haft für Vergewaltiger
Richter werten Geständnis zu Gunsten des Angeklagten: 3,5 Jahre Haft für Vergewaltiger
Nachrichten-Ticker