Borghorster fordern Freigabe der Arnold-Kock-Straße
Anwohnern geht die Geduld aus

Borghorst -

Nach eineinviertel Jahren „Geduld und ohne Murren“ werden die Anlieger polemisch: „Hier geht es ja nicht um Fledermäuse, sondern um Menschen, alte, gebrechliche und behinderte“, heißt es in dem Brief, den Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer am Wochenende erhalten hat. Was die Schreiber so in Rage bringt? Die Sperrung der Arnold-Kock-Straße. Genauer gesagt verstehen die Betroffenen nicht, warum der Abbruchbagger auf dem Websaalgelände beim Kesselhaus schon sein Werk verrichtet hat, beim ausgebrannten Verwaltungsgebäude aber noch nicht. Dann wäre der Weg nämlich wieder frei. . .

Montag, 28.11.2016, 22:11 Uhr

Die Sperrung der Arnold-Kock-Straße bringt die Anwohner langsam auf die Palme. Sie verstehen nicht, warum das Verwaltungsgebäude noch nicht abgebrochen wurde.
Die Sperrung der Arnold-Kock-Straße bringt die Anwohner langsam auf die Palme. Sie verstehen nicht, warum das Verwaltungsgebäude noch nicht abgebrochen wurde. Foto: Axel Roll

Wie Wolfgang Spille als Leiter des Fachdienstes Tiefbau bestätigte, muss die Arnold-Kock-Straße entlang des alten Bürogebäudes gesperrt bleiben, weil es seit dem Brand im August 2015 als baufällig gilt. „Es kann passieren, dass Gebäudeteile auf die Straße fallen“, beschreibt Spille die Gefahr, die von dem alten Gemäuer ausgeht.

Der Fachdienstleiter kann den Unmut der Anlieger gut verstehen. „Als Verwaltung sind uns aber die Hände gebunden.“ Den Abriss veranlassen kann nämlich nur der Investor. Und bislang ist noch nicht sicher, ob das Gebäude tatsächlich platt gemacht werden soll, erklärt Helmut Mohr , Architekt des geplanten Wohnparks an der Stelle . Gäbe es einen weiteren Investor, der die Mehrkosten stemmt, würde er den Verwaltungstrakt gerne erhalten. So oder so sei man aber zum Zeitpunkt des Kesselhaus-Abbruchs einfach noch nicht so weit gewesen, auch das Bürogebäude abzureißen, sagt Mohr. Es fehlte an entsprechenden Gutachten von Statikern wie Fauna-Experten. „Wir haben zunächst den Teil abgerissen, der am wichtigsten war“, sagt Mohr und bezieht sich auf die Einsturzgefahr am Kesselhaus . Ohnehin sei es „eine lange Kette“ bis zum Abriss, sagt Mohr. Neben den Gutachten seien auch Genehmigungen von Stadt und Kreis notwendig.

Den Anwohnern fehlt „jedes Verständnis“ für diese Vorgehensweise“, wie es in dem Brief an Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer heißt. „Das Kesselhaus befand sich im hinter liegenden Bereich eines Privatgrundstücks, auf dem kein Mensch etwas zu suchen hat“, schreiben die Betroffenen weiterhin. Und beim Abbruch des Kesselhauses sei die Sperrung aufgehoben worden und schwere Baufahrzeuge und Lastwagen hätten „wie selbstverständlich an dem doch so einsturzgefährdeten Verwaltungsgebäude“ vorbeifahren dürfen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4465451?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F4852155%2F4852157%2F
Live-Auftritt krönt Teilnahme von Steinfurterin bei „Dein Song“
Finale von Kika-Sendung: Live-Auftritt krönt Teilnahme von Steinfurterin bei „Dein Song“
Nachrichten-Ticker