Umfrage unter Jugendlichen:
Geschenkekauf erst kurz vor knapp

Wer kennt die alljährliche Problematik nicht? Weihnachten steht vor der Tür und Freunde, Verwandte und Familie sollen die passenden Geschenke bekommen. Selbst wenn die Läden schon ab Oktober mit günstigen Schnäppchen, Spekulatius, Lebkuchen und Weihnachtsdeko die Kunden in die richtige (Kauf)Stimmung bringen wollen: So wirklich denken die wenigsten schon an Geschenke. Der Trend geht auch dank Internet und schneller Lieferung eher in die andere Richtung: Präsente für die Lieben werden gerne auf den letzten Drücker gekauft. Das trifft nicht nur auf viele Schüler zu, wie eine kleine Umfrage von „Jugendfrei“ am Städtischen Gymnasium Borghorst zeigt, sondern auch Lehrer und Eltern lassen sich gerne Zeit bis kurz vor dem Fest.

Donnerstag, 01.12.2016, 15:12 Uhr

Der Postmann bringt‘s: Wenn es eng wird, auch noch einen Tag vor Weihnachten. Die meisten Jugendlichen lassen sich mit dem Geschenkekauf Zeit bis kurz vor knapp.
Der Postmann bringt‘s: Wenn es eng wird, auch noch einen Tag vor Weihnachten. Die meisten Jugendlichen lassen sich mit dem Geschenkekauf Zeit bis kurz vor knapp. Foto: dpa

Der Grund dafür, dass viele Schüler die Beschaffung von Geschenken nach hinten verschieben, muss nicht unbedingt heißen, dass sie es vergessen haben. „Dieses Jahr liegt die Klausurenphase genau vor Weihnachten . Deswegen habe ich mir noch nicht viele Gedanken über die Weihnachtsgeschenke machen können“, erzählt Antonia Herick aus der Oberstufe. Aber auch dank der schnellen Lieferung der Online-Anbieter schieben Jugendliche den Weihnachtsstress vor sich her. Frei nach dem Motto: „Wenn wir mit Amazon Prime bestellen, ist es am nächsten Tag da. Also reicht es doch, wenn wir uns am 23. Dezember Gedanken dazu machen.“

Allerdings haben die Paketdienste vor dem Fest viel zu tun und können deswegen in Verzug kommen. Ob begründet oder nicht, von den insgesamt 30 Befragten Schülern hat nur einer bisher schon Präsente besorgt. Der Rest lässt sich bis Mitte Dezember Zeit. Immerhin Gedanken scheinen sich die meisten schon gemacht zu haben.

Aber dass nicht nur Schüler gerne mal etwas aufschieben, zeigt sich daran, dass viele Lehrer auch erst spät zum Weihnachtsshopping gehen. „Meistens gehe ich nach dem Weihnachtsball hier im Gymnasium erst auf die Suche. Das hat bisher immer geklappt“, meint Karsten Klockgeter , Lehrer am Gymnasium. Wenn also die Lehrer es schaffen, erst eine Woche vor der großen Bescherung ihre Geschenke beisammen zu haben, dann sollte das für die Schüler doch kein Problem sein.

                                Max Roll

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