Stellenplan
Trendwende: Stadt baut Personal ab

Steinfurt -

Er ist einer der großen Posten im Haushalt und hat unmittelbare Auswirkungen auf die Personalaufwendungen: Der Stellenplan der Stadtverwaltung war am Dienstag Thema in der Haushaltssitzung des Hauptausschusses. Die Zahl der vollzeitberechneten Stellen der Verwaltungsmannschaft soll in 2017 verringert werden.

Mittwoch, 14.12.2016, 16:12 Uhr

Er ist einer der großen Posten im Haushalt und hat unmittelbare Auswirkungen auf die Personalaufwendungen : Der Stellenplan der Stadtverwaltung war am Dienstag Thema in der Haushaltssitzung des Hauptausschusses. Die gute Nachricht: Nachdem im vergangenen Jahr ein Höchststand erreicht worden war, soll die Zahl der vollzeitberechneten Stellen der Verwaltungsmannschaft in 2017 verringert werden: Um 4,6 auf 270,66. Dabei handelt es sich um 91,26 Beamtenstellen und 179,40 Stellen für tariflich Beschäftigte. Es ist ein Kraftakt für eine Verwaltung, der schon 2014 von der Gemeindeprüfungsanstalt attestiert worden war, dass sie eine „insgesamt knappe Personalausstattung“ habe.

Die Ausschusspolitiker nahmen die Reduzierung zwar positiv zur Kenntnis und verabschiedeten den Stellenplan bis auf eine Enthaltung einstimmig. Die offensichtliche Personalknappheit treibt indes auch Sorgenfalten auf die Stirn. „Es muss überlegt werden, wie künftig mit dem Personalmangel in der Bauverwaltung und im Planungsamt umzugehen ist“, mahnte Doris Gremplinski ( CDU ) an. Ein weiteres Thema: Das so genannte Integrierte Handlungskonzept, ein Generalplan, der wichtig in Bezug auf den Erhalt von öffentlichen Fördergeldern ist und ebenfalls aufgrund fehlenden Personals immer wieder nach hinten gestellt worden war. „Es wird nicht ohne Fremdleistungen gehen“, merkte die Erste Beigeordnete Maria Lindemann dazu an. Das Thema stehe aber ganz oben auf der Agenda.

Im Laufe der Sitzung stellte der Ausschuss zudem weitere Weichen bei der künftigen Personalplanung, die auf Anträge der Fraktionen beruhen. So wurde mehrheitlich dem CDU-Antrag entsprochen, die in der Stadtbücherei und in der Jugendpflege aufgrund von Pensionierungen freiwerdenden Stellen in einem Umfang von 30 Stunden nachbesetzen zu lassen. Die entsprechenden Ausschreibungen würden kurzfristig erstellt, kündigte Fachdienstleiter Helmut Grönefeld an. Um die verbleibende Lücke zu füllen, soll geprüft werden, inwieweit sich die Steinfurt Marketing & Touristik (SMarT) mit Arbeitsleistungen in beide Bereiche einbringen kann.

Nicht durchsetzen konnte sich die FWS-Fraktion mit ihrer Forderung, die Leiterstelle in der Bücherei weiterhin in Vollzeit zu besetzen. Zudem wurde ihr Antrag, künftig auf die Stelle des Technischen Beigeordneten zu verzichten, vertagt.

Hinsichtlich der von SMarT beantragten Erhöhung des städtischen Zuschusses um 35 000 Euro beauftragte das Gremium nach Kritik von Christian Franke (GAL) und Günther Hilgemann (FDP) die Verwaltung, mit SMarT zu klären, warum diese Mittel entgegen dem bis 2019 laufenden Vertrag notwendig sind. Bis zur Vorstellung des Ergebnisses dieser Gespräche wird die Haushaltsstelle mit einem Sperrvermerk versehen. Den Antrag der FWS, überhaupt keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, hatte das Gremium mit den Stimmen der SPD und CDU zuvor eine Absage erteilt.

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