Bismarckschule setzt Wunsch von Arning nach Förderung von Musik und Werken um
Spendengeld kommt an

Burgsteinfurt -

Das war eine faustdicke Überraschung, als Rudolf Arning Mitte des Jahres nach dem Besuch seiner Geburtsstadt der Bismarckschule sage und schreibe 50 000 Euro hinterließ, um damit den Musik- und Werkunterricht der Burgsteinfurter Grundschule zu fördern. Inzwischen sind schon einige Anschaffungen getätigt worden.

Donnerstag, 29.12.2016, 20:12 Uhr

Burgsteinfurter Nikolausmarkt ohne singende Bismarckschüler? Kaum vorstellbar. Gerd Treutler hat in der Vergangenheit immer dafür gesorgt, dass Kinder der Bismarckschule dort zum Empfang des Heiligen auftreten. Rudolf Arning hatte Ende Juni mit seiner Lebensgefährtin die Schule besucht, um Lothar Paral 50 000 Euro zu übergeben, die für die Förderung von Musik- und Werkunterricht bestimmt sind.
Burgsteinfurter Nikolausmarkt ohne singende Bismarckschüler? Kaum vorstellbar. Gerd Treutler hat in der Vergangenheit immer dafür gesorgt, dass Kinder der Bismarckschule dort zum Empfang des Heiligen auftreten. Rudolf Arning hatte Ende Juni mit seiner Lebensgefährtin die Schule besucht, um Lothar Paral 50 000 Euro zu übergeben, die für die Förderung von Musik- und Werkunterricht bestimmt sind. Foto: Drunkenmölle

Rektor Lothar Paral hatte es damals die Sprache verschlagen. Eine so großzügige Spende war einer Steinfurter Grundschule bislang noch nie gemacht worden. Alle waren baff.

Arning hatte seine Wohltat damals damit begründet, dass er das Fundament seiner Ausbildung bereits in der Bismarckschule erhalten habe. Ihm seien dort die elementaren Kenntnisse über das Leben und Kultur vermittelt worden, die ihn später zu einem erfolgreichen Geschäftsmann werden ließen. Eigene Kinder zu bekommen, das sei ihm nie vergönnt gewesen. Deshalb habe er sich entschlossen, etwas von dem zurückzugeben, was er als Kind in Burgsteinfurt gewonnen habe.

Arning verbringt seinen Lebensabend heute in Thailand. Paral steht trotz der großen Distanz aber weiterhin mit dem Mitteachtziger per E-Mail in Kontakt. Schließlich soll der Unternehmer auf der anderen Seite der Welt wissen, was mit seinem Geld im fernen Stemmert geschieht und damit auch den Ärger um ein Knöllchen schnell vergessen, das ihm im Juni just auf dem Weg zur Bismarckschule von der Polizei aufgebrummt worden war, als er mit dem Geld im Koffer möglichst schnell an sein Ziel kommen wollte. Arning war richtig sauer, beschwerte sich beim Landrat, dass man einen Wohltäter so vor die Karre fahren wollte.

Aber zurück zur Bismarckschule. Dort sind, wie Paral berichtet, Dank der Arning-Spende mittlerweile Musikboxen mit allerlei Kleininstrumenten für die musikalische Frühförderung der Klassen angeschafft worden. Darüber hinaus wurde mit dem Geld eine ganztägige Lehrerfortbildung mit Wolfgang Rieck (unter anderem ehemaliges Bandmitglied der Gruppe „Liederjan“) finanziert. Dabei hat sich das Programm rund um „Musik in der Grundschule“ und darum gedreht, welche Bedeutung das Hören, Singen und Musizieren für die kindliche Entwicklung hat, wie Lieder eingesetzt werden können, um damit Rituale im Schulalltag anzustoßen und zu begleiten, oder wie das kreative Potenzial der Kinder durch Musik entdeckt und gefördert werden kann. Das war insbesondere wichtig für die Schule und ganz im Sinne von Arning, weil sie mit ihrem langjährigen Musiklehrer Gerd Treutler eine Kraft verloren hat, die lange Jahre die musikalische Ausbildung der Mädchen und Jungen gefördert hat und nun in den Ruhestand gegangen ist. Paral ist unterdessen froh, dass eine qualifizierte Kollegin gefunden worden ist, die eine ähnliche Leidenschaft wie Treutler zur Musik besitzt.

Und was geschieht mit dem weiteren Geld? Wie Paral schildert, rücken dank der Arning-Euros noch die „Lackaffen“ an, um den Flur im Altbau des Schulgebäudes einen neuen Anstrich zu verpassen. Außerdem ist für das zweite Schulhalbjahr ein Trommelprojekt geplant, dessen Ergebnisse wiederum auf einem großen Schulfest präsentiert werden sollen. Und der Rest? „Das wird Sache meines Nachfolgers sein, weitere Schwerpunkt zu setzen“, verriet Paral, dass er Ende Januar in den Ruhestand verabschiedet wird. Rudolf Arning wird zuvor aber noch von ihm hören. Schließlich hat er darum gebeten, ihn auf dem Laufenden zu halten und angekündigt, wieder nach Burgsteinfurt kommen und eine weitere Spende machen zu wollen.

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