Neuer Kreisbauhof kurz vor Fertigstellung
Multifunktionale Einsatzbasis

Burgsteinfurt -

Für den vorbeifahrenden Autofahrer mögen sie anmuten wie Industriehallen, für Stephan Selker jedoch ist es „eine multifunktionale logistische Einsatzbasis“. Der Leiter des Straßenbauamts des Kreises Steinfurt strahlt an diesem eiskalten Januarmorgen mit der Wintersonne um die Wette. Noch rund sechs Wochen, dann können die Mitarbeiter zur neuen Kreisstraßenmeisterei im Seller Esch, vor der er beim Pressetermins steht, umziehen.

Donnerstag, 05.01.2017, 14:01 Uhr

Baustellenbesichtigung: Die Kreis-Mitarbeiter (v.l.) Dr. Andreas Raaz (Veterinäramt), Christoph Borgschulte (Gebäudewirtschaft) und Stephan Selker (Straßenbauamt) in der 1200 Quadratmeter großen Fahrzeughalle des neuen Kreisbauhofes.
Baustellenbesichtigung: Die Kreis-Mitarbeiter (v.l.) Dr. Andreas Raaz (Veterinäramt), Christoph Borgschulte (Gebäudewirtschaft) und Stephan Selker (Straßenbauamt) in der 1200 Quadratmeter großen Fahrzeughalle des neuen Kreisbauhofes. Foto: s

Für die rund zwei Dutzend Angestellten wird es ein arbeitstechnischer Quantensprung: Die Kompromisse, die sie am Altstandort Telghauskamp eingehen mussten, werden dann der Vergangenheit angehören. „Von der Werkstatt bis zu den Sanitäranlagen ist dort alles total veraltet“, berichtet Selker . Was für ein Unterschied zum Neubau an der alten B 54.

Zusammen mit Architekt Christoph Borgschulte – der Mitarbeiter in der zentralen Gebäudewirtschaft des Kreises hat die gesamte Planung und Baukoordination abgewickelt –, sowie Dr. Andreas Raaz vom Veterinäramt des Kreises geht es auf eine kleine Besichtigungstour über das inklusive einer noch nicht genutzten Optionsfläche über 16 000 Quadratmeter große Gelände. Dass Raaz mit von der Partie ist, hat seinen Grund: Hält doch die neue Straßenmeisterei auch räumliche und logistische Kapazitäten für den Tierseuchenfall vor. Ein Büro für die Stabsstelle im Verwaltungstrakt gehört ebenso dazu wie die Möglichkeit der kurzfristigen Einrichtung von Dekontaminationsbereichen in der Fahrzeug-Waschhalle und in den Sanitärräumen. „Die Belange der Tierseuchenbekämpfung sind hier auf einem hohen Sicherheitsniveau berücksichtigt worden“, freut sich Raaz über die neuen Möglichkeiten. Bisher musste das Veterinäramt auf eine Kooperation mit den Technischen Schulen zurückgreifen.

Beim Rundgang durch die drei großen Gebäudetrakte wird deutlich, dass die Bauarbeiten, die im Mai vergangenen Jahres mit aufwendigen Erdarbeiten begonnen hatten, jetzt kurz vor dem Abschluss stehen. Hier müssen noch Fliesen angebracht, dort Elektroinstallationen vervollständigt werden. Rund vier Millionen Euro werden investiert. „Damit bleiben wir im vorgegeben Rahmen“, betont Borgschulte. Der Planer hat darauf geachtet, dass der Neubau nach modernen energetischen Gesichtspunkten konzipiert ist. So ist die bis auf die Waschhalle nicht beheizte Gerätehalle nach Süden ausgerichtet, um solare Wärmegewinne zu nutzen, zur Beheizung des Verwaltungstrakts kommt eine Luft-Wärmepumpe zum Einsatz und Brauchwasser wird zum größten Teil aus einer Regenwasserzisterne gewonnen. Die Dächer des neuen Kreisbauhofes sind zudem für die Aufnahme von Photovoltaikmodulen vorbereitet.

In rund sechs Wochen steht der Umzug bevor, damit es im Mai planmäßig losgehen kann am neuen Standort. „Das wird eine große logistische Herausforderung“, weiß Selker. Die Vorfreude auf den neuen Standort aber überstrahlt dies. Wer sonst hat eine so moderne „multifunktionale logistische Einsatzbasis “?

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