Konvent soll Startschuss für neues Konzept geben
Pfarrei nimmt Familien stärker in den Blick

Steinfurt -

Wie kann die Pfarrei St. Nikomedes Familien in Steinfurt auch jenseits von Taufe und Kommunion erreichen? Diese Frage ist der Mittelpunkt des ersten Pfarrkonvents nach der Fusion am Mittwoch (25. Januar) um 20 Uhr im Ludwigshaus in Burgsteinfurt.

Dienstag, 17.01.2017, 23:01 Uhr

Die Vorbereitung für die Erstkommunion ist bereits neu aufgestellt. Erstmals werden 130 Kinder das Fest in den Gemeindegottesdiensten feiern.
Die Vorbereitung für die Erstkommunion ist bereits neu aufgestellt. Erstmals werden 130 Kinder das Fest in den Gemeindegottesdiensten feiern. Foto: Eugen Oskamp / Fotostudio Oskamp

Eingeladen sind die Vertreter von mehr als 50 katholischen Institutionen, Gruppen und Verbänden sowie des Pfarreirats und der Sachausschüsse in der Pfarrgemeinde – quasi die große Runde der aktiven Katholiken in der Stadt.

Zentrales Thema ist die Familienpastoral, kündigt Pfarrer Markus Dördelmann an. Bereits im vergangenen Jahr hat die Pfarrei damit begonnen, erste Weichen für Veränderungen und neue Angebote zu stellen. Dies betraf vor allem die Kommunionvorbereitung. Es sei deutlich geworden, dass für viele Familien die Beziehung zur Kirche mit dem Tag der Kommunion wieder ende, auch weil es an „Brückenschlägen zur Gemeinde“ fehlte. Zwar sei die Vorbereitung mit „viel Liebe“ und Engagement durchgeführt worden, so Dördelmann. Aber Sondermessen, in denen die Katechese beispielsweise in Borghorst stattfand, endeten mit der Kommunion. „Was soll da dann weitergehen?“, fragt Dördelmann. Kurz: Die Anknüpfungspunkte fehlen. Das soll sich künftig ändern. Wie genau, das wollen die Vertreter der Pfarrei beim Konvent in der kommenden Woche erstmals diskutieren. Dabei richtet sich der Blick auch auf bereits bestehende Angebote in den Gruppen oder Verbände, Schnittmengen werden gesucht. Es gelte, „Lust auf Gemeinde zu machen“, so Dördelmann.

Das Ziel ist ein Konzept, das über die Kommunionvorbereitung hinaus reicht. Für diese besteht seit dem vergangenen Jahr eine neue Struktur: kleinere Gruppen, deren Koordination die Eltern selbst übernehmen, so dass sich die Geistlichen auf das Wesentliche konzentrieren können, und die jeweils eigene Kommuniontermine haben.

So werden in diesem Jahr erstmals rund 130 Kinder in mehreren Gemeindegottesdiensten und nicht in zen-tralen Feiern ihre Erstkommunion bekommen. Das erntete bereits Kritik von Gemeindemitgliedern, die fürchten, es gehe dann nicht mehr feierlich zu, berichtet Dördelmann. Er betont aber, die Erstkommunion in kleinen Gruppen sei deutlich persönlicher.

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