Kolpingsfamilie kocht mit Pater Theo
Abschiedsabend scharf gewürzt

Borghorst -

Kokos mit Ingwer und Chili als würzige Zugabe zu gekochtem Maniok, Soße aus Linsen mit zahlreichen pikanten Gewürzen – die Gäste von Pater Theo machten am Dienstagabend im Pfarrhaus viele neue geschmackliche Erfahrungen. Genau das war auch das Ziel des gemeinsamen Kochabends mit der Kolpingsfamilie.

Donnerstag, 26.01.2017, 13:01 Uhr

In der Küche des Pfarrhauses entstanden am Dienstag klassische indische Gerichte.
In der Küche des Pfarrhauses entstanden am Dienstag klassische indische Gerichte. Foto: jspi

Viele neue Erfahrungen hat auch der Geistliche selbst in den vergangenen neun Jahren in der Borghorster Gemeinde gemacht. „Ich bin sehr dankbar, dass ich hier vieles kennenlernen durfte“, erzählt der Gastgeber. Besonders die Begegnungen seien für ihn sehr wichtig gewesen. Doch die Zeit in Steinfurt neigt sich dem Ende zu, Pater Theo wird in wenigen Monaten eine neue Tätigkeit in einer Osnabrücker Gemeinde übernehmen. Daher war das gemeinsame Kochen und Essen, zu dem die Kolpingfamilie die Idee hatte, auch ein kleiner Vor-Abschiedsabend mit dem Geistlichen.

Pater Theo übernahm in der Küche die Regie, die Gäste halfen fleißig mit, auch wenn die indischen Rezepte mit ihrer Vielzahl an Gewürzen , kreativen Kombinationen und raffinierten Zubereitungsmethoden nicht den Kochgewohnheiten der meisten entsprachen. Cumin und Koriander sind vielen noch dem Namen nach bekannt, Gewürzmischungen wie Garam Masala werden aber wohl nur von eingefleischten Kennern der indischen Küche verwendet. Am Ende standen schmackhafte Gerichte auf dem Tisch, die einigen Gäste auch als Inspiration für die eigene Küche dienen werden. Indisches Hähnchen mit Reis, Linsen und Joghurtsoße mit „Pfannkuchen“ aus Reismehl wurden serviert. Es schmeckte – angesichts der Gewürze kaum verwunderlich – etwas scharf. Sonst wären manche Leute auch enttäuscht, sagte Pater Theo schmunzelnd. Diese Erfahrung hat er schon bei Kochabenden mit anderen Gruppen gemacht, als er die Würzung mehr dem europäischen Geschmack anpassen wollte. Denn wer indisch isst, der erwartet meist auch etwas Schärfe.

„Es ist toll, andere Kochweisen und Geschmäcker kennen zu lernen“, findet Annegret Faber , die sich für Heilpflanzen interessiert und daher insbesondere von den verschiedenen indischen Gewürzen fasziniert ist. „Das Essen ist hier ganz anders, als man das sonst erwartet“, findet ein anderer Gast. Sein Ziel hat Pater Theo jedenfalls erreicht: den Leuten etwas Neues zu zeigen, auch wenn Kochen – man hätte es nicht gedacht – eigentlich gar nicht sein Hobby ist.

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