Steinfurter Berufsschüler schildern ihren Ausbildungsweg
Der Weg zum Vollabi

Steinfurt -

So unterschiedlich die Lebenswege der Schüler, so unterschiedlich sind an den Wirtschaftsschulen Steinfurt die Möglichkeiten, das Vollabitur abzulegen. Davon zeugen die Biografien junger angehender Abiturienten des Beruflichen Gymnasiums. Im Gespräch mit unserer Zeitung stellen drei von ihnen ihren Weg zum Abi.

Mittwoch, 01.02.2017, 16:42 Uhr
Fühlen sich an der Wirtschaftsschule gut aufgehoben: Die angehenden Abiturienten Greta Vainutyte und Jonas Klein.
Fühlen sich an der Wirtschaftsschule gut aufgehoben: Die angehenden Abiturienten Greta Vainutyte und Jonas Klein.

Für Greta Vainutyte, Abiturientin mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung, ist das Berufliche Gymnasium mit ihrem Interesse für wirtschaftliche Zusammenhänge und Mathematik als Lieblingsfach genau das Richtige. Vor vier Jahren von Litauen nach Deutschland gekommen, besuchte Greta zunächst wegen der fehlenden Deutschkenntnisse die Hauptschule. Durch die Tipps von anderen Schülern, aber auch durch die Beratungstage der Wirtschaftsschulen ist sie auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, im Beruflichen Gymnasium das Vollabitur zu erwerben.

Gänzlich anders stellt sich der Lebensweg von Aydin dar, der nach sechseinhalb Jahren Gymnasialzeit festgestellt hat, dass „Schule nicht mehr mein Ding war“. Nach mehreren Praktika und eher halbherzig verfassten Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz zog es ihn dennoch wieder in die Schule zurück. Auch er fand durch das „tiefer gehende“ Beratungsgespräch den für ihn passgenauen Weg: zurück auf die Schulbank, hin zum Vollabitur mit dem Schwerpunkt Pädagogik. Diesmal jedoch „mit einer anderen Motivation“, so Aydin. Im war es wichtig, als „unbeschriebenes Blatt noch einmal neu durchzustarten“.

Dem kann auch Jonas Klein , Absolvent einer Waldorfschule und Abiturient mit dem Schwerpunkt Mathe/Informatik, nur beipflichten: „Hier hat man die Chance, die bessere Seite von sich selbst zu zeigen“, so Jonas, der ein offenes Ohr bei den beratenden Lehrern gefunden hat. „Eine gute Entscheidung, die mir viele Möglichkeiten eröffnet“, so das Fazit von Jonas.

Obgleich die Zeit der Abiturprüfungen immer näher rückt, scheinen Stress und Druck kein Thema für die drei Wirtschaftsschüler zu sein. Das liegt, darin sind sich die angehenden Abiturienten einig, an dem entspannten und guten Lernklima. Von Anfang an ist seitens der Lehrer viel für eine gute Atmosphäre getan worden: von gemeinsamen Kennenlerntagen zu Beginn bis hin zu regelmäßigen Info-Veranstaltungen über Schul- und Prüfungsabläufe. Des Weiteren bietet das G9-System mit 13 Klassen viele Vorteile: „Da die Unterrichtsstunden weitgehend auf den Vormittag beschränkt sind, kann ich leichter lernen“, sagt Aydin, „Ich bin früher zu Hause und habe den Tag für mich“. Außerdem, ergänzt Jonas, habe man durch das praxisorientierte Arbeiten nicht nur in den Leistungskursen eine optimale Vorbereitung für die Zukunft. Greta ist aufgefallen, dass die „Lehrer hier sehr hilfsbereit und viel entspannter als beispielsweise in Litauen sind“. Und sie seien auf der Höhe der Zeit: Schülern die Musterlösung für eine schwierige Aufgabe per WhatsApp schicken? Kein Problem für viele Lehrer, die dank moderner Technik auch über die Unterrichtszeit hinaus ihren Schülern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Zum Thema

Wer sich über das Bildungsangebot der Wirtschaftsschulen näher informieren möchte, findet dazu Gelegenheit am „Tag der Information und Beratung“ am Montag (6. Februar) von 17 bis 19 Uhr am Schulstandort in der Bahnhofstraße.

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