Dieskussion mit den Landtagskandidaten
Wählen schon ab 16 Jahren?

Burgsteinfurt -

Herrscht Politikverdrossenheit in den Reihen junger Menschen? „Wer nicht wählt, stärkt die Falschen“, appellieren der Stadtjugendring Steinfurt und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Am Mittwochabend zeigten mehr als 35 junge Menschen Interesse an deren Einladung zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Landtagswahl 2017.

Donnerstag, 30.03.2017, 16:03 Uhr

Wahlkampf im Nepomuk-Forum: Rede und Antwort standen Dr. Ekkehard Grützner (FDP), Ulrike Reifig (SPD), Leon Huesmann (Die Linke), Andrea Stullich (CDU) und Norwich Rüße (Grüne). Es moderierte Sebastian Wenning (3.v.r.)
Wahlkampf im Nepomuk-Forum: Rede und Antwort standen Dr. Ekkehard Grützner (FDP), Ulrike Reifig (SPD), Leon Huesmann (Die Linke), Andrea Stullich (CDU) und Norwich Rüße (Grüne). Es moderierte Sebastian Wenning (3.v.r.) Foto: nix

Im Nepomuk-Forum positionierten sich der Landtagsabgeordnete Norwich Rüße , Bündnis 90/ Die Grünen sowie die Landtagskandidaten Andrea Stullich, CDU , Ulrike Reifig, SPD, Dr. Ekkehard Grützner , FDP und Leon Huesmann, Die Linke.

Nahezu sämtliche Vertreter der Politik hätten nichts dagegen, das Wahlalter auf 16 Jahre abzusenken. Ein Einwand kam lediglich von Seiten Stullichs, die lieber ein Jugendparlament ab 14 Jahren etablieren möchte, um den jungen Menschen ein politisches Sprachrohr zu geben.

Zu diesem Thema gab es Diskussionsbedarf. Stimmen aus dem Publikum wähnten, die Politikerin traue ihnen im Alter von 16 noch keine Wahlkompetenz zu, dem sie jedoch widersprach. Wenn die Gesetzgebung 16-Jährigen nicht einmal erlaube, auf der Straße zu rauchen solle sie ihnen gestatten, sich an politischen Wahlen zu beteiligen? „Dabei habe ich ein wenig Bauchschmerzen“, so Stullich. Vielleicht müsse der Gesetzgeber grundsätzliche Punkte des Jugendschutzes neu bewerten.

Bei der Frage acht Jahre (G8) oder besser neun Jahre (G9) Gymnasium bis zum Abitur näherten sich die Meinungen an. Hier gebe es möglicherweise Nachbesserungsbedarf. Weniger Zeit bis zum Abitur bedeute größeren Leistungsdruck und könne die „außerschulische Entwicklung“ beeinträchtigen.

Der angemessene Umgang mit Medien ist in Zeiten von Smartphones, Facebook, Twitter und Co. sehr wichtig. In diesem Punkt waren sich alle einig. Doch wer sollte sie vermitteln, Schule, Eltern, Freunde? „Medienkompetenz als Pflichtfach?“

Neben den technischen Aspekten seien inhaltliche von großer Bedeutung. Sachgerechte Recherche im Netz müsse trainiert werden. Auch die Jugendlichen plädierten dafür, die richtige Medienkompetenz zu vermitteln.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4736466?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F4852151%2F4852152%2F
Eiersuche mit Picknick
Insgesamt 11 000 bunte Ostereier haben Kinderherzen am Montag im Schlossgarten höhe schlagen lassen.
Nachrichten-Ticker