Burgsteinfurter nimmt an internationalem Projekt teil
Das Leben am Toten Meer

Burgsteinfurt -

Das Tote Meer ist aufgrund seines hohen Salzgehalts zwar lebensfeindlich - in seiner Umgebung gibt es jedoch eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Die will ein internationaler Verbund von Künstlern schützen. Zu denen gehört auch der Burgsteinfurter Bernhard Pöppelmann.

Mittwoch, 26.04.2017, 12:04 Uhr

 Bernd Pöppelmann war als einziger deutscher Maler eingeladen, an dem internationalen Projekt mitzuwirken.
 Bernd Pöppelmann war als einziger deutscher Maler eingeladen, an dem internationalen Projekt „Bringing the Dead Sea to Life“ mitzuwirken. Foto: Poeppelmann

Die Kunst von Malern aus aller Welt soll Beachtung für Naturschutzprojekte wecken: Einer von ihnen ist der Burgsteinfurter Bernd Pöppelmann . „Bringing the Dead Sea to Life“ heißt die Aktion, die insbesondere dem Schutz des Toten Meeres dienen soll. In Kooperation mit israelischen Naturschutzorganisationen und dem Ministerium für Umwelt hat Yossi Lesham, Leiter der Gesellschaft für Naturschutz und Dozent an der Universität Tel Aviv , jetzt neben 24 weiteren Tiermalern als einzigen deutschen Vertreter Bernd Pöppelmann eingeladen. Der Künstler lebt in Burgsteinfurt und hatte im vergangenen Jahr auch eine Ausstellung im Steinfurter Kunstverein.

Sie alle gehören der Organisation „ANF – Artists for Nature“ an, deren Direktor Ysbrand Brouwers seit 1990 Naturschutzprojekte durch künstlerische Arbeiten mit hohem Qualitätsstandard realisiert.

Elf Tage wurden Landschaften und Tiere in Jordanien, Israel und im Westjordanland malerisch festgehalten. In den Bergen rund um das Tote Meer lebt eine interessante Tier- und Pflanzenwelt.

Das Tote Meer ist mit 428 Metern unter dem Meeresspiegel der niedrigste Punkt der Erde und durch den hohen Salzgehalt bekannt. Seit Jahrzehnten sinkt der Wasserspiegel dramatisch ab. Das hat für die Umgebung verheerende Folgen.

Nur durch gemeinsame Bemühungen der Anrainerstaaten kann das Tote Meer gerettet werden. Die Versäumnisse der Politik will Jossi Lesham mit seiner Initiative auch durch Kontakte mit der Zivilbevölkerung und mit Kindern wettmachen. Die ANF-Künstler malten deshalb in mehreren Angeboten gemeinsam mit jordanischen, palästinensischen und israelischen Schulkindern.

Die Ergebnisse und Erlebnisse aller Künstler und Beteiligten auf dem Weg zum Umweltschutz und die kleinen Schritte zum Frieden werden demnächst in einem Buch festgehalten und veröffentlicht.

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