Musical „Paris.komm“ der Realschule am Buchenberg
Eine Geschichte, die jeden Tag passieren kann

Borghorst -

Wie werden im digitalen Zeitalter Kontakte geknüpft? Klar, weiß jeder, über Chatrooms und sämtliche sozialen Medien, die das Internet so anbietet. Auch Schülerin Lisa trifft auf diese Weise den Mann ihrer Träume – Jean Pierre, der in Paris leben soll. Da Familie und Freunde nur mit sich selbst beschäftigt sind, die Schule ihr auch nicht wirklich Inspiration bietet, wird Frankreich Lisas Lieblingsland. Wie es kommen muss, lädt Jean-Pierre sie nach Paris ein und fortan gibt es kein Halten mehr. . .

Sonntag, 07.05.2017, 14:05 Uhr

Kräftig unterstützte  der Chor aus den Klassen 5 und 6 das Musical-Ensemble.
Kräftig unterstützte  der Chor aus den Klassen 5 und 6 das Musical-Ensemble. Foto: Rainer Nix

Wenn es da nicht den großen Unterschied zwischen Wunschwelt und Realität gäbe. Das muss Lisa erfahren, als sie schließlich in Paris ankommt. Eine Geschichte, die jeden Tag passieren könnte, weil „Chatten“ im anonymen Internet seine Gefahren birgt. Nicht jeder ist, was er zu sein vorgibt.

Gleich dreimal brachte die Musical-AG der Realschule am Buchenberg die Geschichte „Paris.komm“ in der Mensa des Gymbo auf die Bühne. Mehr als 70 Personen machten am Wochenende als Akteure, Techniker und weitere Helfer mit. 30 Schülerinnen und Schüler schlüpften in verschiedene Rollen, der 30-köpfige Unterstufenchor unterstützte musikalisch und das Tanzensemble entwickelte seine Choreografien selbst. Selbst die Technik wurde aus den eigenen Reihen arrangiert. Respekt! Dermaßen starkes Engagement musste belohnt werden. Dafür sorgte das zahlreiche Publikum mit reichlich Applaus.

Musical „Paris.komm“

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  • Foto: Rainer Nix
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Bereits im Vorfeld waren die Regisseure, Musiklehrer Romuald Mevert und Bernhard Beike , zuversichtlich. Sie wurden nicht enttäuscht. Auch wenn es mal einen kleinen „Texthänger“ gab, wirkten die Akteure in ihren Rollen absolut glaubhaft, ob nun als Eltern, Teenager-Kinder, Lehrer oder vom Leben desillusionierte Zeitgenossen am Bahnsteig.

Auf einer separaten Bühne stand der Chor mit Schülern der Klassen 5 und 6, geleitet von den Musiklehrerinnen Britta Henke, Dagmar Richter und Sarah Tanner. Das Bühnenbild war mit treffsicher ausgewählten Requisiten wandelbar gestaltet. Aus einer Küche mit Tisch, Stühlen und Regal wurde ein Schulhof mit Realschul-Hintergrundbild, dann ein Klassenzimmer, ein Bahnsteig und Weiteres. Die Atmosphäre kam rüber, farbige Ausleuchtung tat ein Übriges.

Hauptdarstellerin Mercy Okoro fühlte sich gut in ihre Rolle als „Lisa“ ein und beeindruckte stimmlich ebenso. Rap-Einlagen, Gesangs- und Tanznummern waren hübsch einstudiert und verbreiteten einen Hauch von DSDS-Professionalität.

„Auch die Beteiligung der Eltern an der Vorbereitung dieses Musicals war toll“, sagte die pädagogische Konrektorin der Realschule, Rita Münsterkötter. Ein Vater steuerte beispielsweise alte Polizeiuniformen bei, eine Mutter schminkte Darsteller.

Das Stück war nicht ganz neu, denn die Produktion gab es bereits vor acht Jahren in der Realschule zu erleben. Damals natürlich mit anderen Akteuren, die mittlerweile längst im Berufsleben stehen.

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