Frühjahrsputz in der Schmuddelecke
Wohnen und feiern nebeneinander

Burgsteinfurt -

Seit Jahren verfallen das ehemalige Hotel Wassertor und die Tankstelle an der Tecklenburger Straße immer mehr. Das Areal ist zu einem richtigen Schandfleck mitten in Burgsteinfurt verkommen. Ein städtebauliches Konzept der Stadtverwaltung soll das ändern.

Mittwoch, 10.05.2017, 16:05 Uhr

Die ehemalige Tankstelle und das längst verlassene Hotel Wassertor bilden derzeit einen alles andere als schönen Anblick. Das soll sich nach den Vorstellungen der Verwaltung bald ändern.
Die ehemalige Tankstelle und das längst verlassene Hotel Wassertor bilden derzeit einen alles andere als schönen Anblick. Das soll sich nach den Vorstellungen der Verwaltung bald ändern. Foto: Bernd Schäfer

Die Zukunft des Martin-Luther-Hauses als Veranstaltungsort langfristig sichern und gleichzeitig ruhiges Wohnen in direkter Nachbarschaft ermöglichen – diesen Spagat will die Verwaltung mit einem städtebaulichen Konzept für das Areal zwischen Wettringer- und Tecklenburger Straße ermöglichen. Der zuständige Fachdienst wird es in der kommenden Woche im Planungsausschuss der Politik vorstellen.

Für das Martin-Luther-Haus schlägt die Verwaltung einige Maßnahmen vor, die die Geräuschkulisse für die bestehenden und auch künftigen Wohnnachbarn spürbar reduzieren sollen. „Vor allem bei Abendveranstaltungen“, so der Fachdienst Planung, gingen von dem Veranstaltungsgebäude „nicht unerhebliche Schallemissionen“ aus. Vorrangig an den Türbereichen und durch an- und abfahrende Autos. Darum sollen laut Verwaltung zum Beispiel der östliche Teil des Parkplatzes und die Aschefläche fürs Parken gesperrt werden.

Weiterhin sollen geplante Neubauten so platziert werden, dass sie den Schall für die künftigen Bewohner abfangen. Nach Auskunft der Verwaltung sollen auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Wassertor und der Tankstelle an der Tecklenburger Straße Wohnungen und Büros sowie eine Bäckerei oder ein Café gebaut werden. Dazu sollen zwei dreigeschossige Gebäude auf dem Areal entstehen. Das eine in der Nähe zur Wettringer Straße soll besagter Bäckerei mit sechs Wohnungen Platz bieten. Haus Nummer zwei soll als reines Wohnhaus mit neun Einheiten entstehen. Nördlich der beiden Gebäude ist ein Bürohaus geplant, das über zwei Geschosse verfügen soll.

Durch die Gebäudestellung, ist sich die Verwaltung sicher, entsteht eine Hofsituation mit einer Öffnung zur Tecklenburger Straße hin. In dem Hof sollen die Parkplätze und auch die Gärten Platz finden. Gleichzeitig bildeten die Häuser einen Riegel, die die Bebauung vor dem Emissionen des Martin-Luther-Hauses abschotte.

Die Pläne berücksichtigen ebenfalls eine eventuelle Erweiterung des Martin-Luther-Hauses. So könnte irgendwann einmal ein eingeschossiges Haus mit Satteldach und ausgebautem Dachgeschoss auf dem Garten-Grundstück östlich vom Martin-Luther-Haus gebaut werden.

Im Bebauungsplan für das Areal möchte die Verwaltung rechtliche Sicherungen einbauen, die den Betrieb des Martin-Luther-Hauses langfristig garantieren. So soll eine spätere Wohnnutzung in Teilen der unmittelbar benachbarten Einheiten verboten werden.

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