Literaturpreis für Steinfurter Autorin
Fantasy mit Liebesstory

Steinfurt -

Anja Wagner Upkai schreibt Bücher für Kinder und Jugendliche. Und ist dafür jetzt sogar ausgezeichnet worden.

Freitag, 12.05.2017, 16:05 Uhr

Nicht zum ersten Mal las die Borghorster Autorin in der Stadtbücherei Steinfurt vor aufmerksamen Schülern. Zwei dritte Klassen der Bismarckschule lauschten am Mittwoch ihrer Geschichte „Als Madame Minetta aus der Wanduhr fiel“.
Nicht zum ersten Mal las die Borghorster Autorin in der Stadtbücherei Steinfurt vor aufmerksamen Schülern. Zwei dritte Klassen der Bismarckschule lauschten am Mittwoch ihrer Geschichte „Als Madame Minetta aus der Wanduhr fiel“. Foto: Rainer Nix

Ein „pralles Lesevergnügen“ und ein „bemerkenswertes Fantasy-Produkt der fantasievolleren Sorte“: So urteilte die Jury des Delia-Jugendliteraturpreises über Anja Wagner Ukpais Roman „Rabenherz“. Und kürte sie dafür zur Siegerin des diesjährigen Literatur-Wettbewerbs.

Delia ist die Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautoren. Deshalb war die Borghorsterin ein wenig überrascht, dass sie den Preis erhielt. „Denn in meinem Fantasy-Roman ist die Liebesgeschichte nur einer von mehreren Handlungssträngen.“ Dennoch freut sie sich natürlich sehr und empfindet den Preis als große Auszeichnung.

Besuche in Großbritannien und die Besichtigung eines alten Schlosses inspirierten die Autorin zu der Rabenherz-Story. Hauptfigur June ist Stipendiatin der Saint Gilberts High-School vor den Toren Londons. Auf dem altehrwürdigen Institut lastet ein geheimnisvoller Fluch, Schüler sollen dort spurlos verschwunden sein. Junes Tante, eine Hobby-Wahrsagerin, ist alarmiert und orakelt, dass ihre Nichte die Person sein würde, die den Fluch von der Schule nimmt.

Anja Wagner Ukpai ist eine ausgebildete Sozialpädagogin, die lange Zeit als Erzieherin in Steinfurter Kitas arbeitete. Seit 2010 veröffentlichte sie zwölf Kinderbücher. Nach dem großen Erfolg von Rabenherz will sie sich auf Jugendromane spezialisieren. „Jetzt habe ich einen viel intensiveren Kontakt zu meinen Lesern“, sagt die Autorin.

Jugendliche seien stark in sozialen Medien unterwegs, sie bekomme unter anderem Feedback von Bloggern, die Rezensionen schrieben. Stillstand kennt die Borghorsterin, die zwischen Steinfurt und den USA – ihr Ehemann arbeitet jenseits des großen Teichs – pendelt, nicht. Eine neue Idee für eine Trilogie hat sie auch schon – mehr will sie aber noch nicht verraten.

Bei ihrem jüngsten Besuch in der Stadtbücherei Steinfurt las sie aus ihrer Geschichte „Als Madame Minetta aus der Wanduhr fiel“.

Besagte Dame ist auf der Suche nach dem Glück und dabei sicher nicht die Einzige. Ihr hilft dabei allerdings eine Zeitreiseuhr. Spannende Unterhaltung war garantiert. Auch die „ Sherlock Holmes Akademie“ hatte die Autorin im Gepäck, die Geschichte über Trudy, die mal eine berühmte Detektivin werden will.

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