Tag der offenen Tür bei Lernen fördern
Verlässlicher Begleiter junger Leute

Steinfurt -

Sich in der Holzwerkstatt über die Geheimnisse des Baus von Modellschiffen informieren, im Metallbereich selbst einen Flaschenöffner herstellen, die eigene Sprachkompetenz testen – die Auswahl an Möglichkeiten, die Einrichtung „Lernen fördern“ zu erkunden, war am Samstag beim Tag der offenen Tür groß. Ein „Rallye-Quiz“, bei dem themenbezogene Fragen beantwortet werden mussten und attraktive Preise winkten, erhöhte den Reiz des Rundgangs am Grünen Weg.

Sonntag, 21.05.2017, 22:05 Uhr

Hielten den „roten Faden“ in der Hand: Sönke Delarue, Klaus Meiers, Dr. Klaus Effing, Bernhard Jäschke und Beate Ringele (v.l.).
Hielten den „roten Faden“ in der Hand: Sönke Delarue, Klaus Meiers, Dr. Klaus Effing, Bernhard Jäschke und Beate Ringele (v.l.). Foto: nix

Wegweisend für das zahlreiche Publikum war an diesem Tag der „rote Faden“, der sich auf den Boden aufgesprüht oder geklebt durch die Räumlichkeiten zog. Sinnbildlich stand er auch für das Bildungskonzept der Einrichtung. Das Küchen-Team des Bereichs Hauswirtschaft legte sich besonders ins Zeug und verpflegte die Gäste neben anderen kulinarischen Köstlichkeiten mit einem fünf Quadratmeter großen Erdbeerkuchen.

Vor drei Jahren übernahm der „Lernen fördern e.V.“ die Gebäude des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands (CJD) am Grünen Weg. Seither ist viel geschehen. „Wir haben nach vorn geschaut, hatten eine Menge Mut und Ideen“, hob Geschäftsführer Bernhard Jäschke hervor. Gemeinsam mit Einrichtungsleiterin Beate Ringele, Landrat Dr. Klaus Effing , Bürgermeister-Stellvertreter Klaus Meiers, dem Repräsentanten der Agentur für Arbeit Sönke Delarue sowie zahlreichen Mitarbeitern begrüßte er die ersten Gäste.

„Wir haben uns auch neuen Partnern geöffnet“, so Jäschke. Die Elisabethschule des Caritasverbandes ist bereits seit Jahren Mieter im Zentralgebäude und wickelt hier einen Teil des Schulbetriebes vor allem für ältere Schüler ab. Im ehemaligen Mädcheninternats-Gebäude leben 50 Menschen mit Fluchterfahrung. Im Dachgeschoss ist ein Kooperationsprojekt mit der Evangelischen Jugendhilfe untergebracht, in dem unbegleitete minderjährige Migranten betreut werden. Die Themen Integration und Inklusion haben für die Bildungseinrichtung hohen Stellenwert. Im Vordergrund steht die individuelle Qualifizierung durch bedarfsgerechte Angebote als Hilfe zur Selbsthilfe.

An sieben Standorten im Kreis werden unterschiedliche Maßnahmen und Projekte zur beruflichen Integration von Menschen mit verschiedenen Handicaps durchgeführt. Steinfurt hat sich mittlerweile zum größten Standort entwickelt. „Die Einrichtung ist einer unserer wichtigsten Kooperationspartner“; betonte Effing im Namen des Kreises Steinfurt. „Hier bekommen junge Menschen das nötige Rüstzeug für ihre Zukunft“, ergänzte Meiers. „Sie sind ein verlässlicher Partner für unsere Stadt.“

„Lernen fördern offeriert jungen Menschen die Möglichkeit, sich zur orientieren und Einblicke ins Berufsleben zu bekommen“, sagte Delarue. Darum sei die Einrichtung auch ein wichtiger Ansprechpartner der Agentur für Arbeit.

Auf dem 45 000 Quadratmeter umfassenden Gelände mit 5000 Quadratmetern Gebäudenutzfläche erinnert nur noch wenig an die alten CJD-Zeiten. Manche Gebäude wurden erneuert, andere generalüberholt. So stehen jetzt unter anderem frisch renovierte 2000 Schulungs- und Beratungsquadratmeter zur Verfügung. Die neu gestalteten Außenanlagen mit Beeten und frischen Rasenflächen wurden gerade erst fertiggestellt.

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