Diamantene Hochzeit
Amor schlug in Hollich zu

Burgsteinfurt -

60 Jahre ging’s gemeinsam durch alle Höhen und Tiefen des Lebens: Elisabeth und Heinrich Hoffmann feierten am Donnerstag in Burgsteinfurt ihre Diamantene Hochzeit.

Freitag, 21.07.2017, 07:07 Uhr

Jubelpaar mit Gratulanten: Das Ehepaar Hoffmann im Kreis der Kinder und Enkelkinder, Gisela Köster (stehend, 2.v.r.) und Claudia Bögel-Hoyer (stehend 3.v.r.).
Jubelpaar mit Gratulanten: Das Ehepaar Hoffmann im Kreis der Kinder und Enkelkinder, Gisela Köster (stehend, 2.v.r.) und Claudia Bögel-Hoyer (stehend 3.v.r.). Foto: nix

Kinder, Enkelkinder, Freunde, Bekannte sowie die stellvertretende Landrätin des Kreises Steinfurt, Gisela Köster, und Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer gratulierten herzlich.

Als Vertriebener aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten verschlug es Heinrich Hoffmann zum Ende des Zweiten Weltkriegs aus Giersdorf/Schlesien ins Münsterland. Zuerst lebte er in der Alst unweit des „Kilometerbusches“ zwischen Steinfurt und Laer. Zum Maurer ausgebildet, arbeitete er 1955 auf einem Hof in Hollich. Dort trafen ihn auch gleich die „Pfeile“ des Liebesgottes Amor. Elisabeth Hoffmann , die damals noch Telgmann hieß, servierte ihm in den Pausen Kaffee.

Aus gut unterrichteten Quellen wird berichtet, dass es alsbald auch das eine oder andere verstohlene Küsschen gab. Tanzveranstaltungen in Maxhafen oder auch anderswo gehörten zum Freizeitvergnügen. „Damals scheute man sich nicht, noch etliche Kilometer zu laufen“, erinnern sich die Diamanthochzeiter. Doch auch das selbst zusammengebastelte Fahrrad und bestenfalls ein Moped waren gängige Fortbewegungsmittel.

Hoffmann spuckte kräftig in die Hände und baute eine Existenz auf. Freundin Elisabeth war beeindruckt und willigte ein, 1957 vor den Traualtar zu treten. Auch die Braut war fleißig und arbeitete unter anderem zwölfeinhalb Jahre bei der Weberei Kümpers in Wettringen und 15 Jahre als Näherin bei Arnold Walterscheid, bevor sie 1983 in den verdienten Ruhestand ging. Ihr Ehemann war zuletzt als Maurer bei der Firma Diekmann beschäftigt, bevor er 1988 in Rente ging.

Zwei Kinder gingen aus der Ehe hervor, drei Enkelkinder bereichern ebenfalls die Familie. Hoffmann war stets naturverbunden. „Ich kümmerte mich um den Garten, pflegte meine Kaninchen, Enten und Hühner“, berichtet er. Seit 1948 ist er Mitglied im Friedenauer Schützenverein. Gemeinsam mit seiner Frau ging’s einmal monatlich zum Kegeln.

Ende der 1980er-Jahre stand ein Ortswechsel an. Das Ehepaar musste wegen Straßenbaumaßnahmen das Haus an der Leerer Straße verlassen. Gleich nebenan, in der Schlieten­straße, fand es im schmucken Häuschen mit Garten ein neues Domizil. Dort fühlen sich die Beiden nach wie vor gut aufgehoben.

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