21. Boule-Turnier des BSB
Nah ran ans Schweinchen

Steinfurt -

In schwarzen Kunststoffboxen glänzten jeweils sechs Silberkugeln. Boule-Spieler brachten die am Sonntag mit zum Bagno Quadrat, um an dem 21. Boule-Turnier teilzunehmen. Eingeladen hatte auch dieses Mal der Breitensport Burgsteinfurt (BSB).

Montag, 24.07.2017, 19:07 Uhr

Mit hoher Konzentration versuchten die Spieler, ihre Kugel möglichst nah am „Schweinchen“ zu platzieren. Das gelbe Zielobjekt wird von den Silberkugeln umlagert.
Mit hoher Konzentration versuchten die Spieler, ihre Kugel möglichst nah am „Schweinchen“ zu platzieren. Das gelbe Zielobjekt wird von den Silberkugeln umlagert. Foto: nix

„Wir begrüßen heute 80 Spielerinnen und Spieler, eine super Teilnehmerzahl“, sagte Organisator Stefan Großmann . Darüber freute er sich besonders, weil wechselhaftes Wetter angesagt war und auch mit Regenschauern gerechnet werden musste.

Die Vorkenntnisse der Spieler variierten stark. Circa 50 Prozent waren ligaerfahren, von den anderen hatte manch einer noch nie bei einem Turnier mitgemacht. Es wurde „Doublette“ gespielt, das heißt es traten in einer Mannschaft jeweils zwei gegen zwei Spieler an, jeder hatte drei Kugeln zur Verfügung.

Die Silberkugeln müssen durch Werfen so nah wie möglich an die kleine farbige Zielkugel, das so genannte „Schweinchen“, herangebracht werden. Wer wirklich gut ist, versteht sich sowohl aufs „Legen“ als auch aufs „Schießen“. Beim Legen versucht der Spieler seine Kugel näher an die Zielkugel zu bringen als der Gegner, beim Schießen entfernt er mit einem gezielten Wurf die gegnerische Kugel von ihrer Position.

Auf dem Programm standen vier Runden plus Endspiel. Das Spielfeld bestritten Boule-Enthusiasten aus der Region und aus den benachbarten Niederlanden. „Ich schätze die Gemütlichkeit“, sagte Leon Bürchers aus Steinfurts Partnerstadt Rijssen. „Natürlich möchte man bei einem Spiel gewinnen, doch das ist nicht das Einzige“, erklärte der niederländische Gast. „Das Spiel eint die Menschen, man kann untereinander Kontakte knüpfen und sich austauschen.“ Es sei eine „gesunde Konkurrenz“ untereinander, die den Reiz des Spiels ausmache, man treffe viele Freunde, die seit Jahren schon beim Turnier mitmachten. Besonders spannend wurde es auch, weil mit wechselnden Partnern gespielt wurde.

Üblich ist es, sich nicht ständig nach den Kugeln zu bücken, sondern eine Schnur mit Magnet an ihrem Ende zu nutzen, um sie vom Spielfeld aufzunehmen. Die Metallkugeln sind übrigens zwischen 680 und 800 Gramm schwer. Anders als beim italienischen Boccia werden sie nicht gerollt, sondern geworfen. Jede Kugel hat eine spezielle Kennzahl, um sie von den anderen zu unterscheiden. In die Siegerliste des BSB-Turniers trugen sich schließlich Bärbel Kersken-Arentzen (BSB), Ida Ruhe (Münster) und Ben Schrooten (Oldenzaal) ein.

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