Was in die Reiseapotheke gehört
Reisen ohne Nebenwirkungen

Borghorst -

Bikini, Badehose und Sonnenbrille gehören in den Urlaubskoffer. Mindestens genauso wichtig ist aber die passende Reiseapotheke. Was darein gehört, hängt davon ab, wo der Sommerurlaub verbracht wird.

Dienstag, 25.07.2017, 14:07 Uhr

Welche Medikamente man in seiner Reiseapotheke verstaut, hängt auch davon ab, wohin es geht. Wilma Bockholt, PTA in der Schwanen-Apotheke, weiß das nur zu gut. Es gilt: Der Backpacker in Indonesien muss mehr beachten, als der Strandurlauber auf Mallorca.
Welche Medikamente man in seiner Reiseapotheke verstaut, hängt auch davon ab, wohin es geht. Wilma Bockholt, PTA in der Schwanen-Apotheke, weiß das nur zu gut. Es gilt: Der Backpacker in Indonesien muss mehr beachten, als der Strandurlauber auf Mallorca. Foto: Vera Szybalski

Grundsätzlich gilt: Ein fiebersenkendes Schmerzmittel, Pflaster, Desinfektionsmittel, Mittel gegen Magen-Darm-Erkrankungen und Brand- und Wundgel gehören in die tragbare Apotheke. „Natürlich ist auch Sonnenschutz hoch wichtig“, ergänzt Wilma Bockholt , Pharmazeutisch-technischer Assistentin (PTA) in der Schwanen-Apotheke, die Liste. „Das benötigt der Otto-Normal-Urlauber.“

Wer den Hotelurlaub in einer Touristenhochburg à la Mallorca gebucht hat, braucht weniger als der Backpacker allein im Niemandsland auf der Asien-Reise. Beim Wandern im Bayerischen Wald sind Zeckenschutzmittel Standard, wer mit Kindern unterwegs ist, könnte zusätzlich Nasenspray für den Flug und Ohrenstöpsel für das Schwimmen einpacken.

Vor Aufenthalten in Asien oder Afrika sollte eine längere Vorbereitungszeit mit eingeplant werden. Denn häufig sind umfassende Impfungen nötig. „Die Ärzte schicken die zukünftigen Urlauber dann zu uns“, sagt Bockholt. Die Apotheke stellt ein individuelles Impfprogramm für die jeweilige Region zusammen.

Vor Ort stellt es noch mal einen Unterschied dar, ob mit dem Rucksack durch den Urwald gewandert wird oder ob man drei Wochen Strandurlaub in Thailand macht. Bockholt: „Backpacker müssen ein bisschen mehr Mullbinden und Kompressen mitnehmen. Hotelurlauber können sich bei fiesen Schnittwunden an der Rezeption Hilfe holen.“ In tropischen Gebieten sollte darauf geachtet werden, dass die Medikamente nicht zu viel Hitze abbekommen.

Auch auf das Mindesthaltbarkeitsdatum sollte man einen Blick werfen. Nach Ablauf des Datums lässt die Wirkung nach. Besonders vor längeren Auslandsaufenthalten sollte deshalb auf Mindesthaltbarkeitsdatum und Aufbrauchfrist aufgepasst werden.

Wer einen längeren Zeitraum im Urlaub ist, kann sich seine Medikamente auch für mehrere Monate verschreiben lassen. „Damit hat man die Möglichkeit, versorgt zu sein, wenn man etwa auf Weltreise ist“, erklärt Bockholt. Die Pharmazeutisch-technische Assistentin empfiehlt zudem eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, damit auch bei schwereren ärztlichen Notfällen im Ausland die gesundheitliche Versorgung gesichert ist.

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